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Grauzone Internet: Sorglose Kinder surfen ahnungslosen Eltern davon

Kinder im Internet - immer noch ein heikles Thema. Viele Eltern wissen nicht, was ihre Kids in der Datenwelt treiben. Das zeigt eine Studie, die die Deutsche Telekom in Auftrag gegeben hat.

21.07.2014, 16:28 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Das Internet – für viele Eltern immer noch eine große Grauzone, in der die Kinder Dinge tun, von denen sie nichts verstehen. Fast jedes zweite Elternteil gibt zu, dass sie die Aktivitäten der Kinder im Internet nicht überschauen können. Die Hauptsorge gilt dabei der Sorglosigkeit: Zwei von drei Eltern fürchten, ihre Sprösslinge könnten zu viel Informationen über sich in Facebook & Co preisgeben. Dies ergab der jährliche Sicherheitsreport des Institutes für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom.

Weniger Angst vor "klassischer" Kriminalität

62 Prozent der Befragten fürchtet, dass Kriminelle über Chats oder Foren Kontakt mit den Kindern aufnehmen könnten. 58 Prozent sorgt sich, dass Fotos der Kinder plötzlich und ungefragt im Internet auftauchen. Ein Fünftel der Eltern berichtet, dass ihre Kinder schon pornographische Filme oder Gewaltvideos gesehen und illegal Musik oder Filme heruntergeladen haben.

Generell fürchten die Menschen hierzulande offenbar eine wachsende Bedrohung in der zunehmend vernetzten Welt. Bei Themen wie Datenbetrug im Internet, Missbrauch persönlicher Daten und Computerviren glaubt fast jeder (91 Prozent), dass die damit verbundenen Risiken steigen werden.

Geht "klassische" Kriminalität zurück?

Überraschend ist die Einschätzung der "klassischen" Kriminalität: Hier sind die Interviewpartner tendenziell optimistisch. Die Mehrheit glaubt an einen Rückgang von Terroranschlägen, Arbeitslosigkeit oder radioaktiver Verstrahlung oder schlimmstenfalls an einen gleichbleibenden Level. Befragt wurden rund 1.500 Personen ab 16 Jahren, darunter gezielt Eltern von 6- bis 17-jährigen Kindern.

(Dorothee Monreal)

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