Quartalszahlen

GoPro: Verkauf von Actionkameras rückläufig - erste Drohne geplant

Das Geschäft des Actionkamera-Anbieters GoPro schrumpft weiter. Im letzten Quartal musste das Unternehmen enorme Verluste verzeichnen. Eine erste Drohne der Firma soll das Geschäft wieder ankurbeln.

Marcel Petritz, 06.05.2016, 10:02 Uhr (Quelle: DPA)
Go Pro Hero 4 GoPro Hero4© GoPro

San Mateo - Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat weiterhin mit Geschäftsrückgängen zu kämpfen. Im vergangenen Quartal halbierte sich der Umsatz im Jahresvergleich auf 183,5 Millionen Dollar (160,7 Millionen Euro). Es gab einen Verlust von 107,5 Millionen Dollar, während GoPro ein Jahr zuvor noch 16,7 Millionen verdient hatte. Zudem kündigte GoPro am Donnerstag an, dass die Markteinführung der ersten Drohne der Firma bis zum Winter verschoben wird. Sie wurde bisher für die erste Jahreshälfte angekündigt. Von der Drohne erhofft sich GoPro ein neues Geschäft.

Modellpalette halbiert

Die Probleme bei GoPro waren im Weihnachtsgeschäft unübersehbar geworden. Der Umsatz fiel in dem wichtigen Vierteljahr um fast ein Drittel, dabei musste GoPro den Preis eines neuen Modells halbieren, um den Absatz anzukurbeln. Danach kürzte GoPro die Modellpalette von sechs auf drei Kameras.

GoPro, ein Pionier bei Actionkameras für Sportler wie Radfahrer oder Surfer oder Abenteurer, sieht sich wachsender Konkurrenz gegenüber. Die kalifornische Firma will unter anderem mit 360-Grad-Videos gegensteuern. Marktbeobachter diskutieren auch darüber, ob der Markt nicht schon weitgehend abgegrast sei, weil nur eine bestimmte Gruppe von Leuten solche Kameras haben wolle.

Der Verlust im vergangenen Quartal war höher als von Analysten erwartet, der Umsatz fiel besser aus. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um vier Prozent, gab das Plus dann aber wieder ab.

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