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Googles Musik-Dienst: Einigung mit Gema für Streaming, YouTube-Streit noch offen

Für den neuen Musik-Streaming-Dienst in Deutschland einigte sich Google mit der Gema. Der Streit über die Lizenzgebühren für YouTube hingegen ist festgefahren. Aber: "Anfang des Jahres dürfte da einiges in Bewegung geraten", sagte ein Gema-Sprecher.

06.12.2013, 12:01 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Ab sofort ist Google Play Music All Inclusive auch in Deutschland verfügbar, für das Musik-Streaming-Angebot mit mehr als 20 Millionen Titeln einigte sich Google mit der Gema über Lizenzgebühren. Der Streaming-Service fällt unter einen ähnlichen Gema-Tarif, wie er auch für Googles Videoplattform YouTube gelten würde. Der Streit zwischen YouTube und der Gema ist festgefahren.

"Bewegung" im Streit Anfang 2014 möglich

Die Verwertungsgesellschaft, die die Rechte von Musikern vertritt, lobte die Einigung mit Google über Lizenzgebühren für den Musikdienst. Der Musikdienst falle unter den Tarif für kostenpflichtige Streamingangebote, sagte ein Gema-Sprecher der dpa. Diese Tarife umfassen sowohl Musikdienste wie auch Videodienste im Internet. Finanzieren sich die Angebote nicht über Nutzergebühren, sondern über Werbung, gilt für sie ein Schwestertarif. Dieser würde also auch für Googles YouTube gelten. Allerdings könne man die Verhandlungen um Googles Musikdienst nicht direkt mit denen um YouTube vergleichen, schränkte der Gema-Sprecher ein.

YouTube und die Gema streiten seit Jahren um die Höhe der Lizenzgebühren für den Videodienst. Seit Monaten wird nicht mehr verhandelt, der Fall liegt bei einer Schiedsstelle. "Anfang des Jahres dürfte da einiges in Bewegung geraten", sagte der Gema-Sprecher. Google argumentiert, die von der Gema verlangten Summen seien viel zu hoch. Damit könne man einen werbefinanzierten Dienst wie YouTube nie profitabel betreiben.

(Saskia Brintrup)

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