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Google zeigt vor Gericht Hörner

Google möchte keine Protokolle über Suchanfragen an die US-Regierung herausgeben. Ein Richter will die Suchmaschinen-Betreiber genau dazu nun zwingen.

15.03.2006, 11:01 Uhr
Google© Google

Die weltweit führende Internet-Suchmaschine Google hat sich vor Gericht gegen den Versuch der US-Regierung gewehrt, von ihr Protokolle über Suchanfragen zu erlangen. Am Ende wird die weltgrößte Suchmaschine aber wohl doch verlieren.
Die Vertreter des Unternehmens argumentierten am Dienstag vor einem Richter im kalifornischen San Jose, dass mit dem Begehren der Regierung nicht nur in die Privatsphäre der Internetnutzer eingegriffen werden solle. Auch solle Google dadurch zu einer Preisgabe von Betriebsgeheimnissen gezwungen werden, da das Justizministerium auch technische Daten zur Sortierung der Suchanfragen und -ergebnisse verlangt habe.
Mehr Schutz für Jugendliche
Das Justizministerium hat die Daten verlangt, um den Zugang von Minderjährigen zu pornographischen Websites zu erschweren. Google hatte sich einer entsprechendeb Anweisung des Ministeriums widersetzt, weshalb die Anhörung durch einen Bundesrichter in San Jose stattfindet.
Der Richter traf am Dienstag zunächst noch keine Entscheidung, hat inzwischen aber offensichtlich angekündigt, Google zur Herausgabe zwingen zu wollen. Das schriftliche Urteil soll in Kürze vorliegen.

(Hayo Lücke)

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