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Google will WLAN-Hotspots betreiben

Google will in Unternehmen mit Besucherverkehr eigene WLAN-Hotspots betreiben. Gestellt wird der Router. Der Internetzugang muss von dem Unternehmen bezahlt werden.

22.05.2014, 16:46 Uhr
Google© Google

Wenn viele WLAN-Hotspots von einem Anbieter betrieben werden, hat das einen Vorteil: Der Kunde benötigt nur ein Passwort, um sich überall einloggen zu können. Es gibt schon zahlreiche Provider mit entsprechenden Angeboten, aktuell treibt beispielsweise Kabel Deutschland den Ausbau seines Hotspot-Netzes voran. Nun will auch Google mitmischen, berichtet The Information unter Berufung auf ein vertrauliches Dokument sowie auf eine Person, die mit dem Projekt vertraut sein soll.

Kleine Unternehmen mit Besucherverkehr

Größter Hotspot-Betreiber in Deutschland ist die Deutsche Telekom, sie hat eigene Internetzugänge an öffentlichen Orten sowie in Restaurants und Cafés platziert – also in den Innenstädten. Das Gegenprojekt war einmal Fon.com. Hier konnte jeder mit einem Internetzugang einen Teil seiner Bandbreite der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen – also vor allem in den Wohngebieten. Google möchte nun in Arztpraxen und Fitnessstudios, aber auch in Restaurants vordringen – also in kleine Unternehmen mit Besucherverkehr.

Google stellt den WLAN-Router und Apps, um diesen zu administrieren. Der Internetzugang selbst muss von dem Unternehmen gestellt und bezahlt werden. Der Dienst soll "Hotspot 2.0" heißen. Der Name suggeriert, dass damit mehr geboten wird, als zum Beispiel bei Fon.com, woran Google auch beteiligt ist.

Was verspricht sich Google?

Der Nutzen für Google könnte darin liegen, dass Daten gesammelt werden – gar nicht mal über einzelne Personen, sondern über das Nutzungsverhalten an solchen Orten. Da muss es noch keine konkrete Idee geben, wie sich der Aufwand für Google monetarisieren lässt. Das kommt dann später meist von ganz alleine.

Dem Bericht zufolge könnte "Google Hotspot 2.0"schon im Sommer starten, auch außerhalb der USA. Eine Herausforderung dürfte aber noch die rechtliche Lage sein, die sich von Land zu Land unterscheidet. Das Problem der Mitstörerhaftung sollte in Deutschland allerdings kein Problem sein, da jeder Nutzer Google bekannt ist.

(Peter Giesecke)

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