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Google will Firefox-Nutzer zurückgewinnen

Mozilla hat vor ein paar Wochen die Standardsuchmaschine in ihrem Browser Firefox von Google auf Yahoo! geändert. Google verlor auf diese Weise zunächst 2 Prozent Marktanteil, ist aber schon dabei, die Nutzer zurückzuholen. Für Yahoo scheint der Deal bis jetzt nicht den gewünschten Erfolg zu bringen.

24.01.2015, 12:01 Uhr
Google© Google

Bis vor einigen Wochen war Google im Heimatland USA noch die voreingestellte Standardsuchmaschine in Mozillas Browser Firefox. Dann tauschte Mozilla den Marktführer gegen den Konkurrenten Yahoo! aus. Diese Veränderung schlug sich aufgrund der zahlreichen Firefox-Nutzer zunächst auf die Verteilung der Marktanteile im Suchmaschinenbereich nieder. Laut eines Berichts des GoogleWatch Blog verlor Google auf diese Weise im Dezember 2014 2 Prozent seines Marktanteils. Obwohl Google das mit Sicherheit verkraften könnte, ließ sich der Internet-Gigant etwas einfallen, um einige der Nutzer zurückzugewinnen.

Einblendung und Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ruft ein Firefox-Nutzer die Google-Seite auf, wird ein Hinweis eingeblendet, der auf die Möglichkeit hinweist, wieder Google als Standardsuchmaschine einzustellen. Klickt der Nutzer die Meldung an, landet er auf einer Google-Seite, die den Wechsel erklärt. Alternativ wird auch eine Meldung eingeblendet, die darauf hinweist, dass man Google auch als Startseite einstellen kann.

Google versuchte zudem, Nutzer über die sozialen Netzwerke umzustimmen und postete dort ebenfalls Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Umstellen der Suchmaschine. All diese Aktivitäten beschränken sich allerdings ausschließlich auf Firefox-Nutzer unter Windows in den USA. Google hatte schon früher erfolgreich solche Einblendungen genutzt, um seinen Marktanteil zu erhöhen.

Google kaum geschwächt, Yahoo! enttäuscht

Auch das hauseigene Video-Portal Youtube hatte Google in der Vergangenheit für den Gewinn von Nutzern eingesetzt. Der große Erfolg des eigenen Browsers Chrome beruht beispielsweise auf diesen Maßnahmen. Nun gilt es, die weitere Entwicklung der Marktanteile in den nächsten Monaten zu verfolgen. Letztendlich hat die Aktion Google kaum geschwächt, da das Unternehmen durch entsprechend starke eigene Kanäle nicht unbedingt auf Firefox angewiesen ist. Yahoo! hatte sich aber sicher mehr Zugewinn versprochen. Für Mozilla dürfte der Wechsel auch keine großen Vorteile mit sich gebracht haben, höchstens eine Schwächung der eigenen Position, falls man nach Yahoo! später doch wieder auf Google setzten möchte.

(Falko Kuplent)

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