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Google+ verzichtet auf Klarnamen-Pflicht - künftig Pseudonyme erlaubt

Google gibt den Nutzers seines Netzwerks Google+ künftig die freie Wahl bei den Nutzernamen. Auch Pseudonyme sind verwendbar. Die Pflicht zur Nutzung des Klarnamens entfällt.

16.07.2014, 17:25 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Google hat ein Einsehen mit den Forderungen von Nutzern und schafft die Klarnamen-Pflicht für sein Online-Netzwerk Google+ ab. "Es gibt keine Einschränkungen mehr, welchen Namen du benutzen kannst", kündigte das Netzwerk an. Das hat auch Auswirkungen auf die Videoplattform YouTube, denn die Kommentare dort sind mit dem Profil der Nutzer auf Google+ verknüpft.

Google+ lässt Pseudonyme erst spät zu

Zum Start von Google+ 2011 hatte es heftige Kritik gegeben, weil Google bei der Anmeldungen einen Klarnamen verlangte. Blogger forderten, auch Pseudonyme zuzulassen, sogar Bundestagsabgeordnete schrieben einen Brief an Googles Europachef. Google fügte später die Möglichkeit hinzu, das Profil auf Google+ um einen Spitznamen zu ergänzen, hielt aber weitgehend an der Klarnamenpflicht fest.

An den Erfolg von Facebook kann Googles Netzwerk nicht anknüpfen. In den vergangenen Monaten wurde die Online-Plattform des US-Internetkonzerns immer wieder für tot erklärt. Zumal der Google+ Chef Vic Gundotra den Konzern im April verließ. Damals kamen Gerüchte über einen Umbau des Netzwerkes auf. Aber bereits im Mai erhielt Google+ neun neue Funktionen für die Android-Version. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O wurde Google+ dagegen nicht erwähnt.

Umgestaltung, Ausbau oder leiser Abschied: Die Zukunft von Googles sozialem Netzwerk bleibt weiterhin unklar.

(Jörg Schamberg)

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