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Google verbietet Werbung in der Android-Benachrichtigungsleiste

Durch Änderung der Werberichtlinien für Android-Apps untersagt Google ab sofort das Anzeigen von Werbebotschaften über die Benachrichtigungsleiste. Auch ist es Apps nicht mehr gestattet, bei der Installation Schnellzugriffe oder Lesezeichen zu Werbezwecken zu setzen.

25.08.2013, 13:31 Uhr
Google© Google

Google hat seine Play-Store-Werberichtlinien für Android-Entwickler verschärft. Im Fokus stehen dabei vor allem Anzeigen, die von Apps mittels Werbenetzwerken wie AirPush über die obere Benachrichtigungsleiste ausgeliefert werden. Weitere Änderungen beziehen sich auf Links, Homescreen-Schnellzugriffe oder Browser-Lesezeichen, die von Apps während der Installation zu Werbezwecken gesetzt werden. Beide Werbeformen sind nun grundsätzlich untersagt.

Eine Ausnahme bleibt

Betroffene Apps müssen daher zügig per Update angepasst werden, andernfalls droht der Rauswurf aus dem Play Store. Eine Ausnahme bleibt allerdings erhalten: Anzeigen in der Benachrichtigungsleiste sind weiterhin zulässig, wenn sie auf direkt mit der App verknüpfte Aktionen und Features hinweisen. Als Beispiele nennt Google hier etwa Werbemeldungen einer Flug-App zu direkt buchbaren Last-Minute-Flügen. Auch Spiele-Anwendungen könnten beispielsweise unverändert über Rabatte auf In-App-Käufe informieren. Alles was darüber hinausgeht, ist jedoch ab sofort tabu.

Aus Sicht vieler Android-Nutzer dürfte die Neuregelung längst überfällig sein. So kann bisher oft nur mühsam oder überhaupt nicht nachvollzogen werden, welche der installierten Anwendungen für eine über die Benachrichtigungsleiste ausgegebene Anzeige verantwortlich ist. Zwar forderte Google bereits in den bisherigen Nutzungsbedingungen für den Play Store eine eindeutige Kennzeichnung derartiger Einblendungen mit zweifelsfreier Zuordnung zur verursachenden App, nicht jeder Entwickler hielt sich aber daran.

Vor allem qualitativ minderwertige Programme wie Spaß-Apps, Apps für Hintergrundbilder oder einfache Spiele fielen immer wieder durch den Einsatz der aggressiven Werbemethoden auf. Neben der manuellen Bereinigung konnten dann nur noch sogenannte Airpush-Detector-Apps wie "Lookout Ad Network Detector" oder "AirPush Detector" helfen; aber auch diese waren nicht immer in der Lage, alle Störenfriede zu identifizieren.

(Christian Wolf)

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