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Google und Microsoft verstärken Kampf gegen Kinderpornografie

Google und Microsoft haben ihre Suchmaschinen unter anderem dahingehend angepasst, dass Links zu kinderpornografischem Material nicht angezeigt werden.

18.11.2013, 10:01 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Die Suchmaschinenbetreiber Google und Microsoft wollen härter gegen Kinderpornografie im Internet vorgehen. Unter anderem wurden die Suchergebnisse angepasst, damit Links zu kinderpornografischem Material nicht angezeigt werden, schrieb Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt in einem Beitrag in der Zeitung "Daily Mail". Dadurch seien Ergebnisse zu mehr als 100.000 Suchanfragen bereinigt worden.

Bessere Filterfunktion für illegale Bilder

Die Anpassung der Suchergebnisse soll in 150 Sprachen umgesetzt werden, kündigte Schmidt an. "Damit werden die Maßnahmen tatsächlich weltweit Wirkung zeigen." Microsoft erklärte, auch seine Suchmaschine Bing werde bei einer Suche nach Kinderpornografie-Begriffen gesäuberte Ergebnislisten zeigen. Google und Microsoft wickeln weltweit schätzungsweise 95 Prozent aller Online-Suchanfragen ab.

Außerdem bemühen sich Google und Microsoft, die Verbreitung von Fotos zu stoppen: Jedes als illegal eingestufte Bild bekomme einen digitalen Fingerabdruck, damit es immer wieder herausgefiltert werden könne, schrieb Schmidt. Die Technologie dafür komme von Microsoft. Entwickler von YouTube arbeiteten an einer ähnlichen Software auch für Videos. Bei Google hätten sich in den vergangenen drei Monaten 200 Mitarbeiter mit dem Problem befasst, schrieb Schmidt.

Google und Microsoft reagieren mit ihrer Initiative auf einen Vorstoß des britischen Premierministers David Cameron. Der Regierungschef hatte im vergangenen Sommer die Internetkonzerne zum Handeln aufgerufen. In einer Stellungnahme begrüßte Cameron die Maßnahmen als "einen wirklichen Schritt nach vorne". Die Ankündigungen müssten umgesetzt werden. Andernfalls müssten gesetzlichen Maßnahmen den Schutz sicherstellen.

(Saskia Brintrup)

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