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Google Trends: Neue "Top Charts" zeigen, was im Netz gefragt ist

In monatlichem Rhythmus bietet Google Trends nun mehr als 40 Top Charts aus diversen Bereichen. Die Rankings zu den meistgesuchten Personen, Orten und Themen reichen bis 2004 zurück.

23.05.2013, 14:55 Uhr
Google© Google

Wonach wird im Netz gesucht? Der US-Internetkonzern Google liefert in jährlichem Rhythmus mit seinen "Zeitgeist"-Analysen zum Jahresende einen Überblick über die in den vergangenen zwölf Monaten angesagtesten Trends im Internet. Nun stellt der Suchmaschinenbetreiber mit den "Top Charts" laut Angaben im offiziellen "Google Blog" monatliche Ranking-Listen bereit. Zum Start werden allerdings nur Charts für die USA geliefert, weitere Länder sollen demnächst folgen.

Mehr als 40 Top Charts

Google hat das Design von Google Trends überarbeitet. Das Suchfeld ist ganz oben platziert, darunter lassen sich das gewünschte Land und der Zeitraum aussuchen. Die neuen "Top Charts" reichen bis 2004 zurück und zeigen somit auch historische Entwicklungen auf, insgesamt sind 140 monatliche Zeitperioden abrufbar. Der US-Konzern liefert über 40 Chartslisten zu den meistgesuchten Personen, Plätzen und weiteren Kategorien wie Filme, Interpreten, Sportteams, Automarken oder Touristenattraktionen.

In den USA war im April beispielsweise Justin Bieber vor Rihanna der meistgesuchte Interpret, "Game of Thrones" die TV-Serie, nach der am häufigsten gegoogelt wurde. Pitbull und Bulldogge scheinen bei den Amerikanern offenbar sehr beliebt zu sein, sie führen das Such-Ranking bei den Hunderassen an. Bei den Autoren liegt Shakespeare mit großem Abstand vor der im April auf Platz 2 gelisteten Anne Frank. Nicht verwunderlich ist, dass Boston im vergangenen Monat die Suche in der Kategorie Städte bestimmte. Nach den Bombenanschlägen während des Boston-Marathons rückte die Stadt weltweit ins Rampenlicht. Bei den Automobilkonzernen liegt Ford vor Honda und Dodge, auf Platz 5 rangiert mit BMW immerhin auch eine deutsche Automarke.

Echtzeit-Suchergebnisse in neuem Design

Interessant ist der Blick auf die Sparte Politiker. In den USA führt US-Präsident Barack Obama das Suchinteresse unangefochten vor Abraham Lincoln und der kürzlich verstorbenen ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher an. Ein wenig obskur: Auf Platz vier der in den USA bei Google meist gesuchten Politiker rangiert im April Adolf Hitler noch vor den ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy und George W. Bush.

Google weist jedoch selbst darauf hin, dass kein Algorithmus perfekt sei. Es könne daher an manchen Stellen vorkommen, dass ungewöhnliche Ergebnisse in den Daten auftauchen. Die Top Charts basieren auf dem sogenannten Knowledge Graph, der nicht nur Suchbegriffe berücksichtigt. Die einzelnen Top Charts lassen sich bei Bedarf in eigene Webseiten einbetten oder in sozialen Netzwerken teilen.

Zusätzlich zu den neuen Top Charts hat Google das Design der Echtzeit-Suchtrends überarbeitet. Im "Hot Searches"-Vollbildmodus lassen sich bis zu 25 Suchkategorien in bunten Farben im Stil des Windows-8-Kacheldesign anzeigen. Die Echtzeits-Trends geben auch Suchergebnisse aus anderen Ländern wieder, derzeit sind beispielsweise auch Suchresultate aus Großbritannien, Australien, Japan, Rußland, Indien und weiteren Staaten auswählbar. Ergebnisse aus Deutschland stehen noch nicht zur Verfügung.

(Jörg Schamberg)

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