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Google: Suche erhält neue Features - Android-Feed wird zu Discover

Google stattet seine Suchmaschine in den kommenden Wochen mit etlichen neuen Funktionen aus. Nutzer sollen bei längeren, komplexeren Suchen mit Aktivitätskarten und Sammlungen unterstützt werden. Auf mobilen Android-Geräten wird der Feed Discover mit Infos zu relevanten Themen angezeigt.

Internetsuche© motorradcbr / Fotolia.com

Mountain View - Zum 20. Jubiläum spendiert der Internetkonzern Google seiner Suchmaschine einige neue Funktionen. Die Nutzer der mobilen Google-Suche auf Android-Geräten sollen zudem von einem neuen News-Feed profitieren, der Discover heißt. Der Suchmaschinenbetreiber verabschiedet sich damit immer mehr von seiner schlichten Suchseite, in der bislang das Suchfeld im Fokus stand. Das teilte Google in seinem Produkt-Blog mit.

Aktivitäts-Übersicht zeigt bereits besuchte Seiten zu einem Suchbegriff an

Häufig würden Nutzer innerhalb eines Zeitraums von mehreren Tagen oder Wochen immer wieder neue Infos zu einem bestimmten Thema googlen. Jede achte Suche im Monat sei laut Google eine solche Wiederholung. Ein neues Aktivitätskärtchen soll Nutzern nun helfen, dort weiterzumachen, wo sie zuletzt bei der Suche aufgehört haben. Werde ein bereits verwendeter Suchbegriff erneut eingegeben, so sollen unter anderem bereits besuchte Seiten angezeigt werden. Die Anzeige solle nur dann erscheinen, wenn sie nützlich sei. Nutzer sollen selber entscheiden können, ob das Aktivitätskärtchen bei der Suche überhaupt angezeigt wird. Die Übersicht über relevante Suchaktivitäten soll noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

Suchergebnisse in Sammlungen ordnen

Lange, komplexe Suchen sollen sich mittels "Sammlungen" besser organisieren lassen. In einer solchen Sammlung lassen sich besuchte Inhalte vermerken wie eine Webseite, ein Artikel oder ein Bild. Google selbst füge auch Inhalte hinzu, die auf früheren Suchen basieren. Die neuen Features für Sammlungen sollen im Herbst 2018 verfügbar sein.

Google will Suchergebnisse dynamisch organisieren

Zu einer Suche wird Google künftig intelligent die relevantesten Unterthemen anzeigen. Als Beispiel nennt der Internetkonzern die Suche nach Corgis. Eine Registerkarte mit Namen und Eigenschaften der Hunderasse sowie Tipps zu deren Training und Gesundheit werde dann ganz oben bei den Suchergebnissen angezeigt. Die Registerkarten würden immer die relevantesten und neusten Informationen im Netz reflektieren. Für eine Vielzahl von Themen nutze Google bereits die dynamische Seitenorganisation, diese soll in Zukunft aber noch erweitert werden.

Um diese neuen Funktionen anbieten zu können, analysiere Google alle Inhalte, die im Web zu einem bestimmten Thema vorhanden sind. Es würden dann tausende von passenden Unterthemen entwickelt. Jedem dieser Unterthemen sollen sich relevante Artikel und Videos zuordnen lassen.

Android-Feed wird zu Discover - Google-Startseite als Themen-Portal

Auf Android-Geräten hatte Google im vergangenen Jahr den Google-Feed eingeführt, der unterhalb der Google-Suchleiste angezeigt wird. Mehr als 800 Millionen Besitzer von Smartphones und Tablets mit Android würden den Google-Feed monatlich nutzen. Der Feed bekommt nun den Namen "Discover" und zudem ein neues Aussehen und neue Funktionen. So werden Discover-Themen angezeigt, denen man folgen kann. Darunter werden aktuelle Meldungen zum jeweiligen Thema aufgeführt. Es werden zudem zeitlose Artikel und Videos angezeigt, die im Netz zwar nicht neu seien, für den einzelnen Nutzer aber durchaus. Das kann etwa ein drei Monate alter Reiseartikel sein, der für die eigene Reiseplanung nützlich sein könne.

Über den Mehr/Weniger-Schalter lassen sich mehr oder weniger Inhalte zu einem speziellen Thema anzeigen. Die Inhalte von Discover sollen sich zudem in mehreren Sprachen aufrufen lassen. Google beginne in den USA mit Englisch und Spanisch. Demnächst sollen weitere Länder und Sprachen hinzukommen. Das neue Update soll in den nächsten Wochen auch in Deutschland verfügbar sein. Discover werde bei Aufruf der Google-Startseite www.google.de in allen mobilen Browsern zu sehen sein.

Jörg Schamberg

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