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Google sperrt deutsche Autobörse

Google will härter gegen Spam in Suchergebnissen vorgehen. Getroffen hat es bereits die deutsche Onlineplattform "automobile.de".

30.01.2006, 14:28 Uhr
Google© Google

Je höher das Ranking, desto besser: Viele Webseitenbetreiber versuchen ihre Internetseiten so zu optimieren, dass diese bei einer Suchanfrage möglichst weit vorne landen. Doch nicht alle Methoden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization) sind ethisch unbedenklich. Google will nun stärker gegen unseriös manipulierte Seiten vorgehen. Erwischt hat es bereits eine deutsche Automobilbörse.
Wer spammt, fliegt raus
Getroffen hat es die Online-Platform "automobile.de". Sie habe versucht durch den massiven Einsatz von Keyword-Spam, Trichterseiten (Doorway-Pages) und Javascript-Weiterleitungen ihr Ranking zu verbessern. Daraufhin sei sie aus dem Google-Index entfernt worden. Nutzer, die dennoch die Inhalte der ausgeschlossenen Seite durchsuchen möchten, müssen auf Konkurrenz-Suchmaschinen wie MSN oder Lycos ausweichen.
Google-Mitarbeiter Matt Cutts erwartet, dass sich Google 2006 verstärkt um nicht-englischsprachigen Spam kümmern wird. Googles Qualitätsrichtlinien seien bereits seit mehreren Jahren in über zehn Sprachen verfügbar, darunter auch in Deutsch.
Wirtschaftlicher Schaden
Gerade einen Onlineshop kann ein Ausschluss aus einer Suchmaschine teuer zu stehen kommen. Cutts empfiehlt daher der betroffenen Automobil-Börse nach Bereinigung der eigenen Seiten eine Wiederaufnahme in den Google-Index zu beantragen. Zuletzt hatte Google wegen der Zensur bei seinem chinesischen Ableger in der Kritik gestanden.

(Christopher Bach)

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