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Google schmeißt bmw.de aus dem Suchindex

Die führende Internet-Suchmaschine wirft dem deutschen Autobauer vor, Webseiten von bmw.de so manipuliert zu haben, dass sie bei Suchergebnissen möglichst weit vorne landen.

06.02.2006, 09:58 Uhr
Google© Google

Einer der führenden deutschen Automobil-Hersteller ist ab sofort nicht mehr über die weltgrößte Suchmaschine Google zu finden. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, hat Google die Homepage von BMW, www.bmw.de, aus dem eigenen Suchindex geworfen. Der Vorwurf: BMW soll versucht haben, Google-Suchergebnisse zu Gunsten der eigenen Marke zu manipulieren.
Derzeit ist die deutsche Ausgabe nicht mehr über Google zu finden während andere Webseiten des Münchener Autobauers, etwa www.bmw.com, weiter angezeigt werden. Ein Sprecher von BMW mochte sich zu den seitens Google erhobenen Vorwürfen nicht äußern, der zuständige Google-Software-Ingenieur Matt Cutts räumte allerdings ein, dass ein Teil der beanstandeten Seiten wieder entfernt worden seien.
Temporärer Ausschluss
Wie genau Google seine Ergebnisse auflistet, ist das große Geheimnis des Konzerns. Aber natürlich möchten alle, die bei dem stetig wachsenden Suchportal gelistet sind, bei den Suchergebnissen möglichst weit vorne landen. Möglichkeiten, die Trefferquote bei Google zu erhöhen gibt es einige. Doch nicht alle werden von den Suchmaschinen-Betreibern akzeptiert. In bestimmten Fällen geht Google sogar so weit, Manipulationen mit einem temporären Ausschluss zu ahnden.
Im Fall von www.bmw.de haben nach Angaben von Cutts die Internet- Nutzer andere Seiten zu sehen bekommen als die so genannten "Googlebots"-Programme, die für die Suchmaschine das Internet durchforsten und den Suchindex erstellen. Während der Verbraucher zum Beispiel unter der Adresse www.bmw.de/bmw-neuwagen.html sofort per JavaScript zu einer Seite mit der Modellauswahl weitergeleitet worden sei, habe das Google-Programm dagegen einen Text angetroffen, in dem das Wort "Neuwagen" sehr oft vorkam. Als Folge sei die Seite bei den Suchergebnissen an vorderer Stelle aufgetaucht, so die FTD.

(Hayo Lücke)

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