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Google-Ratgeber 2: Suchfunktionen für Profis

Um das Auffinden von Inhalten zu erleichtern, können bei Google zahlreiche Operatoren genutzt werden. Diese werden im zweiten Teil des Google-Ratgebers beschrieben.

05.03.2007, 12:01 Uhr
Google© Google

Im ersten Teil des Google-Ratgebers wurden alle grundlegenden Funktionen von Google vorgestellt. Nun folgt der zweite Schritt, die Google-Funktionen für Internet-Profis. Denn Google bietet ein großes Spektrum an speziellen Suchoptionen, die genutzt werden können, um Informationen noch gezielter aufzuspüren.
Komfortable Suche
Wer im Internet sucht, gibt normalerweise die gewünschten Suchbegriffe bei Google ein und erhält Ergebnisse aus dem gesamten Internet. Dabei wäre es doch schön, diese Ergebnisse effizient einschränken zu können. Genau über eine solche Funktion verfügt Google. Die so genannten "Operatoren" helfen schon bei der Suche dabei, Ordnung in die Ergebnisliste zu bringen.
Suche einschränken
Wer eine Internetseite aufruft und dort via Google einen Artikel zu einem bestimmten Thema finden möchte, kann sich mit einem einfachen Trick helfen: Hinter dem Suchbegriff wird der Operator site: eingegeben plus die komplette URL der Website, auf der gesucht werden soll. Soll etwa onlinekosten.de nach Grafikkarten durchforstet werden, so wird folgender Suchbegriff verwendet: Grafikkarte site:http://www.onlinekosten.de. Google gibt auf diese Weise ausschließlich Artikel von der Website onlinekosten.de aus, in denen der Begriff "Grafikkarte" vorkommt.
Der Link-Operator
Besonders für Website-Betreiber ist der Link-Operator interessant und nützlich. Mit dieser Google-Funktion kann überprüft werden, von welchen Websites auf eine bestimmte Website verlinkt wird. Mit dem Suchbegriff link:http://www.onlinekosten.de kann beispielsweise überprüft werden, welche Websites einen Link auf onlinekosten.de gesetzt haben. Das klappt natürlich auch, wenn man die Adresse der eigenen Homepage einsetzt. In seltenen Fällen ist es interessant herauszufinden, welche Seiten im Internet mit welchen anderen Seiten verbunden sind. Auch hierfür bietet Google eine interessante Funktion: Über den "related:"-Operator lassen sich solche Web-Verbindungen problemlos aufspüren. Der Suchstring related:http://www.onlinekosten.de zeigt, mit welchen Websites onlinekosten.de verbunden ist.
Bestimmte Dateitypen finden
Mit Google lassen sich sämtliche Dateitypen aufspüren. Dazu muss einfach hinter dem Suchbegriff den Operator "filetype:xxx" eingegeben werden, wobei statt "xxx" der Dateitypen angegeben werden muss, etwa "pdf" oder "doc" für ein Word-Dokument. PDF-Dateien mit Informationen zum Steurrecht finden sich ganz einfach mit der Suche nach Steuerrecht filetype:pdf. Möglich sind alle Dateitypen, die Text enthalten. Mediendateien lassen sich auf diese Weise hingegen nicht aufspüren.
Die Definitions-Suche
Google liebt die Wikipedia und die Wikipedia liebt Google. Wird ein bestimmter Begriff gesucht, liefert Google in den meisten Fällen umgehend den passenden Wikipedia-Artikel. Dennoch gibt es einen Operator namens "define:", der es erlaubt, gezielt weitere Begriffserklärungen zu suchen. Ein define:Computer liefert alle Definitionen des Begriffs "Computer", die Google bekannt sind. Denn nicht selten gibt es bessere Definitionen jenseits der Wikipedia. Diese lassen sich mit Hilfe dieses Operators aufspüren.
Im Google-Cache suchen
Das Internet ist ein Geflecht aus sich ständig ändernden Inhalten. Oft sind Seiten, die vergangene Woche ein Quell der Information waren, diese Woche aus dem Netz verschwunden. Google bietet dafür eine einfache Archiv-Funktion. Der Suchdienst erstellt Schnappschüsse der Websites und stellt diese Schnappschüsse so lange zur Verfügung, bis eine neue Version der Seite im Google-Index aufgenommen wird. Der Nutzer kann sich Dank dieser Funktion eine Seite betrachten, die möglicherweise längst vom Netz gegangen ist. Über die Cache-Suche lassen sich entsprechende Inhalte gezielt aufspüren: cache:http://www.onlinekosten.de zeigt eine mehrere Tage alte Version von onlinekosten.de. Da gab es doch so eine Website, die hatte das Wort "Bier" in der URL, aber die URL will dem Nutzer einfach nicht mehr einfallen? Kein Problem: In einem solchen Fall kann der Operator "allinurl:" bemüht werden. Der Operator wird vor den Suchbegriff gestellt: allinurl:bier, wenn nach einer Seite mit der Zeichenfolge "Bier" in der URL gesucht wird.
Text an bestimmter Stelle
Oft arbeiten Suchmaschinen-Optimierer mit faulen Tricks und hieven belanglose Websites auf hohe Google-Positionen, indem Text und Titel der Website gezielt für die Google-Suche optimiert werden. Für solche Fälle hält Google die "allintitle:"-, "allinlinks"- und "allintext:"-Operatoren bereit. "allintitle:" durchsucht ausschließlich die Website-Titel, während "allintext" den Titel ignoriert und nur den Text der Websites durchsucht. "allinlinks:" durchsucht ausschließlich die Links der Seiten. Verwendet werden sie wie der "allinurl:"-Operator.
Zusatzfunktionen ohne Operator
Neben den Operator-Funktionen bietet Google noch einige Automatismen, die sich ohne die umständliche Eingabe eines Operators nutzen lassen: Google reagiert automatisch auf bestimmte Eingaben mit der Ausgabe einer entsprechenden Information. Dabei handelt es sich um optimal verpackte Werbung für Drittunternehmen, die in Form des ersten Treffers angeboten wird.
So wird nach Eingabe eines Städtenamens als oberstes Ergebnis ein Link zu Google Maps angeboten. Wird eine UPS- oder Fed-Ex-Sendungsnummer eingegeben, führt der entsprechende Link zu einem der beiden Paketdienste. Zwei Städtenamen provozieren einen Verweis auf die Seiten der deutschen Bahn und die Eingabe einer Wertpapier-Nummer auf die Seiten des Wertpapier-Händlers Maxblue.de.
Taschenrechner
Google enthält neben den Operatoren und den kommerziellen Hilfestellungen einen vollwertigen Taschenrechner. Dieser kann direkt in der Suchleiste eingegeben werden. gibt man dort beispielsweise 5+4*7 ein, gibt Google das Rechenergebnis aus, in diesem Fall 33, denn Google beachtet die Regel "Punkt- vor Strichrechnung". Wie genau der Google-Taschenrechner bedient wird, erklärt eine Google-Hilfeseite, leider nur auf englisch.

(Christian Rentrop)

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