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Google: "Picnik" & weitere Dienste auf Abschussliste

Google hat weitere Dienste benannt, die in Kürze eingestellt werden sollen. Betroffen sind unter anderem der Foto-Editor "Picnik" und die Datenverwaltung "Needlebase". Rettung ist hingegen für "Google Sky Map" in Sicht.

23.01.2012, 13:27 Uhr
Google© Google

Dutzende Dienste hat Google bereits auf die Streichliste gesetzt, nun wurde die Abschaltung fünf weiterer Angebote verkündet. Gnade vor Rotstift lässt der Internet-Konzern lediglich bei seiner Sternengucker-App "Google Sky Map" walten. In Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon University soll diese künftig als Open-Source-Lösung im Rahmen diverser Studentenprojekte weitergeführt werden.

"Google Apps" als Standardlösung

Keine Rettung gibt es hingegen für "Google Message Continuity" (GMC). Obwohl erst im Dezember 2010 gestartet, wird der für Geschäftskunden konzipierte Exchange-Backup-Service aufgrund mangelndem Interesses wieder eingestellt. Während sich bisher nur einige hundert Unternehmen für GMC angemeldet hätten, nutzten mittlerweile rund vier Millionen Firmen "Google Apps for Businesses", die umfangreiche Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen auf Cloud-Basis beinhalten.

Letztere soll daher nun den Vorzug erhalten. GMC-Bestandskunden können den Dienst im Rahmen ihrer bestehenden Verträge zwar weiter verwenden, werden aber zu einem Umstieg auf "Google Apps for Businesses" angehalten.

Aus für "Needlebase", "Picnik", "Social Graph" und "Urchin"

Zum 1. Juni gestrichen wird auch die Datenverwaltungsplattform "Needlebase". Google teilte auf dem hauseigenen Blog allerdings mit, eine Integration der Technologie in andere Angebote zu prüfen. Komplett verschwinden wird hingegen der Foto-Editor "Picnic"; gespeicherte Kreationen lassen sich entweder über die App Picnik Takeout als Zip-Datei sichern oder zu Google+ migrieren. Als Abschiedsgeschenk bis zur Einstellung am 19. April hat Google dabei alle Features freigeschaltet, die bisher nur über einen kostenpflichtigen Premium-Account zugänglich waren. Diese können ab sofort gratis genutzt werden. Bestandskunden erhalten bereits gezahlte Beträge erstattet.

Gezählt sind die Tage gleichermaßen für die API-Schnittstelle "Social Graph" – am 20. April kappt Google hier endgültig alle Verbindungen. Ausrangiert wird darüber hinaus die clientbasierte Analyse-Software "Urchin": Neue Lizenzen sind nur noch bis März erhältlich.

(Christian Wolf)

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