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Google+ öffnet sich für Jugendliche ab 13 Jahren

Das soziale Netzwerk Google+ des US-Konzerns Google erlaubt ab sofort auch Jugendlichen die Nutzung der Online-Plattform. Google+ hat zudem parallel neue Sicherheitsfeatures eingeführt.

27.01.2012, 17:01 Uhr
Google© Google

Google öffnet sein im vergangenen Jahr gestartetes soziale Netzwerk Google+ ab sofort auch für Jugendliche ab 13 Jahren. Das kündigte Produktmanager Bradley Horowitz in einem Posting auf der Online-Plattform an. Damit zieht Google+ mit Facebook gleich. Das weltweit größte Netzwerk erlaubt hierzulande schon länger die Nutzung ab 13 Jahren. Parallel führt Google in seinem Netzwerk Verbesserungen der Sicherheit ein, von dem junge Nutzer profitieren sollen.

Warnhinweis vor öffentlichen Postings

Mit Google+ könnten Jugendliche ihre Inhalte beispielsweise mit Schulfreunden oder der Familie teilen. Während manche Online-Plattformen es erlauben, Inhalte auch mit nur lockeren "Freunden" oder Bekannten auszutauschen, setzt Google hier stärker auf den Schutz vor möglichem Missbrauch seines Netzwerkes.

Inhalte lassen sich privat innerhalb der eigenen, persönlich angelegten Kreise austauschen. Will ein Jugendlicher einen Beitrag dagegen öffentlich, außerhalb seiner Kreise, posten, blendet Google+ zunächst einen entsprechenden Warnhinweis ein. Google will Teenager damit dazu anregen, vor einem Posting zunächst nachzudenken und sich möglicher Folgen bewusst zu werden.

Videochat Hangout mit eingebautem Jugendschutz

Außerdem gibt Google+ den Jugendlichen mehr Kontrolle darüber, wer sie kontaktieren kann. Standardmäßig können nur Google+ Mitglieder, die bereits in den Kreisen der jungen Nutzer aufgenommen wurden, Kontakt zu den Jugendlichen aufnehmen. Ein aufdringliches Mitglied lässt sich auf Wunsch mit wenigen Mausklicks blockieren.

Der Google+ Videochat Hangout wartet nun ebenfalls mit einer speziellen Sicherung für Jugendliche auf. Schaltet sich ein Fremder, der sich nicht in den Kreisen des Teenagers befindet, zu einem Hangout dazu, wird der junge Nutzer direkt temporär aus dem Chat entfernt. Er hat jedoch die Chance sich erneut im Videochat anzumelden. Außerdem hat der US-Konzern das neue Google+ Safety Center gestartet, in dem alle Sicherheitsvorkehrungen detailliert beschrieben werden.

Doch bei aller Vorsicht: Google+ soll auch Spaß machen. Daher gab Horowitz bekannt, dass zahlreiche Favoriten von Teenagern wie beispielsweise die US-Serie Glee, junge Schauspieler wie Ashley Tisdale, das Modemagazin Teen Vogue oder der Sportkanal ESPN nun auf Google+ vertreten sind.

(Jörg Schamberg)

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