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Google: Neue Maßnahmen für Internetdatenschutz

Internetexperten sehen die Ankündigung des kalifornischen Konzerns aber nicht als wirklichen Fortschritt. User-Cookies werden erst nach zwei Jahren gelöscht.

17.07.2007, 10:29 Uhr
Google© Google

Unter dem Druck von Datenschützern hat der US-Internetriese Google neue Maßnahmen für mehr Anonymität im Netz ergriffen. Die zur Erforschung von Internetgewohnheiten genutzten so genannten Cookies würden künftig nach zwei Jahren gelöscht, teilte der Datenschutzbeauftragte des Konzerns, Peter Fleischer, mit. Bisher war festgelegt, dass diese Internetinstrumente erst im Jahr 2038 gelöscht werden.
Cookies, die von Google und anderen Firmen genutzt werden, sind kleine Textdateien, in denen die Gewohnheiten von Internet-Nutzern gespeichert werden können. So kann etwa Google unterscheiden, ob ein Nutzer, der den Suchbegriff "WWF" eingibt, eher nach der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund oder nach dem ehemaligen US-Wrestling-Verband World Wrestling Federation.
Kein Fortschritt
Internetexperten sehen die Ankündigung des kalifornischen Konzerns aber nicht als wirklichen Fortschritt. Denn die Cookies werden sich auch künftig bei jedem Besuch der Google-Seite erneuern. So dürfte ein Nutzer zwei Jahre lang nicht mehr auf die Google-Seite kommen, damit die Cookie-Informationen gelöscht werden. Experten raten all jenen, die ihre Surfgewohnheiten nicht mit Cookies kontrolliert sehen wollen, im Browser - also dem Internetnutzungsprogramm - voreinzustellen, dass keine Cookies gewünscht sind. Das ist in allen Programmen möglich.
Vor wenigen Wochen hatte Google bereits angekündigt, die Speicherung personalisierter Suchprotokolle auf 18 Monate begrenzen. Bisher wurden die Daten unter anderem in Verbindung mit den Computeradressen der Nutzer bis zu zwei Jahre aufbewahrt. Eine Reihe von Verbänden hatte Google in den vergangenen Monaten vorgeworfen, die Privatsphäre seiner Nutzer durch die Kontrolle einer großen Menge persönlicher Daten zu gefährden.

(Hayo Lücke)

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