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Google muss Sex-Bilder von Max Mosley sperren

Google hat nun zwei Monate Zeit, das Urteil umzusetzen. Wenn es dies nicht tut, soll es pro registrierten Rechtsverstoß 1.000 Euro Strafe zahlen. Ein Einspruch ist wahrscheinlich.

06.11.2013, 19:16 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Der ehemalige FIA-Präsident Max Mosley hat im Rechtsstreit um heimlich aufgenommene Sex-Bilder einen Erfolg gegen den Suchmaschinenbetreiber Google erzielt. Ein Gericht in Paris entschied am Mittwoch, dass der US-Konzern neun Aufnahmen, die aus dem Video einer privaten Party mit Prostituierten stammen, herausfiltern und sperren muss.

Google will Einspruch einlegen

Google hat nun zwei Monate Zeit, das Urteil umzusetzen. Wenn es dies nicht tut, soll es pro registrierten Rechtsverstoß 1.000 Euro Strafe zahlen. Das Unternehmen kündigte nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP an, gegen die Entscheidung der er 17. Kammer des Pariser Zivilgerichts (TGI) Einspruch zu erheben.

Der Rechtsstreit zwischen Mosley und Google beschäftigt seit einiger Zeit auch die deutsche Justiz. Die Pressekammer des Hamburger Landgerichts will am 10. Januar 2014 eine Entscheidung in ihrem Verfahren verkünden. Google wehrt sich gegen den möglichen Einsatz einer Filtersoftware. Aus der Suchmaschine würde dann eine "Zensurmaschine", kritisiert das Unternehmen.

Mosley hatte bisher vor allem Betreiber von Websites einzeln abgemahnt, um zu erreichen, dass die Bilder aus dem Verkehr gezogen werden. Er beklagt eine Verletzung der Privatsphäre.

(Hayo Lücke)

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