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Google Mail Goggles: Mathe gegen voreilige Mails

Google hat ein neues Feature für seinen E-Mail-Service entwickelt. Getreu dem Motto "erst rechnen, dann abschicken" checkt das Tool vor dem Versenden der Nachricht zunächst den Geisteszustand.

Google© Google
Nach einem langen und feucht-fröhlichen Abend noch schnell den Computer hochfahren und ein paar E-Mails verschicken – eine Angelegenheit, die am nächsten Tag eventuell peinlich sein kann. Dies kann offenbar auch Jon Perlow, Entwickler bei Google, nachvollziehen. Im offiziellen Weblog des E-Mail-Services Gmail – in Deutschland Google Mail genannt – berichtet er nicht nur von Nachrichten, die er später bereute, sondern stellt auch ein Schutzschild vor.

Alles klar im Kopf?

Die Funktion nennt sich Mail Goggles, wobei "Goggles" Schutzbrille bedeutet. Genau durch diese muss der Nutzer des neuen Tools auch schauen, bevor er eine E-Mail versendet: Zunächst wird überprüft, ob der Schreiber überhaupt noch in der Verfassung ist, eine Nachricht zu schreiben. "Und welche Methode wäre dazu besser geeignet, als das Lösen von einfachen Matheaufgaben?", schreibt Perlow. Bevor nun die E-Mail endgültig verschickt wird, muss der Anwender fünf Aufgaben auf Grundschul-Niveau ausrechnen, und zwar innerhalb einer bestimmten Zeit.

Gehirnjogging am Wochenende

In der Standard-Einstellung ist Mail Goggles nur an kritischen Tagen aktiv, sprich: Nachts am Wochenende. Wer denkt, dass sein Geisteszustand häufiger überprüft werden sollte, kann dies dementsprechend anpassen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben lässt sich ebenfalls erhöhen. Um die Schutzbrille aufzusetzen, muss die Google Mail-Oberfläche von Deutsch auf Englisch umgestellt werden. Anschließend lässt sich Goggles über Labs in den Einstellungen aktivieren.

(Saskia Brintrup)

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