Security

Google macht Druck auf Microsoft: Weitere Windows-Sicherheitslücke veröffentlicht

Googles Team von "Project Zero" hat erneut eine Sicherheitslücke in Windows öffentlich gemacht, noch bevor Microsoft ein Update bereitgestellt hat.

16.01.2015, 17:16 Uhr
Google© Google

Erneut führt Google den Software-Hersteller Microsoft vor: Im Rahmen seines "Project Zero" legte das Google-Team bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen die Finger in die Wunde und machte eine Sicherheitslücke in Microsofts Betriebssystem Windows öffentlich – noch bevor der US-Softwarekonzern ein Update bereitstellen konnte.

Windows 7 und Windows 8.1 betroffen

Google hat es sich mit seinem "Project Zero" zum Ziel gesetzt, Sicherheitslücken in bekannten Software-Anwendungen zu finden. Stellen die Hersteller innerhalb von 90 Tagen kein Update bereit, macht Google die entdeckte Sicherheitslücke publik. Konkret hatte Google Microsoft die Sicherheitslücke bereits am 17. Oktober gemeldet.

Von der aktuell gefundenen Schwachstelle sind sowohl Windows 7 als auch Windows 8.1 betroffen. Laut eines Berichts der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" hatte Microsoft ursprünglich geplant, die Sicherheitslücke im Rahmen des Januar-Patchdays am vergangenen Dienstag zu schließen. Aufgrund von Kompatibilitätsproblemen musste der US-Konzern eine Lösung verschieben. Somit dürften Kunden erneut vier Wochen bis zum nächsten Patchday warten müssen, ehe die Sicherheitslücke geschlossen wird.

Das Vorpreschen Googles verärgert nicht nur Microsoft, sondern soll auf das Unternehmen auch Druck machen, um Updates schneller bereitzustellen. Andererseits erhöht Google durch die Veröffentlichung auch das Risiko einer Ausnutzung der Sicherheitslücke durch Dritte.

(Jörg Schamberg)

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