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Google im Personalstreit mit Microsoft

Update: Ex-Microsoft-Manager als Leiter des Chinageschäfts von Google sorgt weiter für Aufsehen. Nun darf er unter strengen Auflagen aber beginnen zu arbeiten.

14.09.2005, 11:26 Uhr
Google© Google

Die US-Internetfirma Google liegt mit dem Computergiganten Microsoft über eine Personalentscheidung im Clinch. Microsoft reichte nach eigenen Angaben eine Klage gegen Google ein, weil das Unternehmen einen Mitarbeiter abgeworben und damit gegen das Arbeitsrecht verstoßen habe.
Vertragsklausel entscheidend
Google, Betreiber der gleichnamigen Suchmaschine, hatte einen Ex-Microsoft-Manager zum Leiter seines Chinageschäfts ernannt. Kai-Fu Lee habe aber eine Klausel in seinem Arbeitsvertrag, die eine Beschäftigung bei einem Konkurrenten ausschließe, argumentiert Microsoft.
Der von Bill Gates gegründeten Firma geht es nach eigenen Angaben um den Schutz intellektuellen Eigentums.
Update 29. Juli: Erster Erfolg für Microsoft
Erster Erfolg für Microsoft: Ein US-Richter stoppte die Einstellung des ehemaligen Microsoft-Mitarbeiters beim Konkurrenten. Der Richter im US-Bundesstaat Washington erließ dagegen nun eine einstweilige Verfügung. Lee muss nun nachweisen, dass seine Arbeit bei Google sich substanziell von der bei Microsoft unterscheidet. Er verließ den Softwarekonzern bereits 1998.
Update 14. August: Arbeit wird geduldet
Jetzt darf auch Google jubeln - allerdings nur teilweise. Ein Gericht im US-Bundesstaat Washington erlaubte Google die Einstellung des ehemaligen Microsoft-Mitarbeiters unter strengen Auflagen. Das Gericht verfügte, dass der betroffene Kai-Fu Lee bei Google keiner Tätigkeit nachgehen dürfe, die den Interessen Microsofts zuwiderlaufe. So dürfe er keine Projekte leiten, bei denen er sein Wissen über den Softwarekonzern einbringe. Microsoft wertete das Urteil als einen Sieg. Google nannte es positiv, dass Lee trotz des Widerstands seinen Dienst in China antreten könne.

(Hayo Lücke)

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