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Google geht nicht gegen "Facebook Home" vor

Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt erklärte in New York, dass Facebook die Möglichkeiten der offenen Android-Plattform voll ausgeschöpft habe. Facebook strebt nach Android auch eine tiefere Integration in iPhones und iPads an.

16.04.2013, 17:50 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Google wird nicht gegen die neue App Facebook Home vorgehen, mit der sich das Online-Netzwerk in den Vordergrund auf Android-Geräten drängt. Das sagte Verwaltungsratschef Eric Schmidt am Dienstag auf einer Konferenz des Technologieblogs "All Things D" in New York.

Facebook hat Möglichkeiten von Android genutzt

"So funktionieren nun einmal offene Systeme", betonte Schmidt. Facebook habe die Regeln gelesen und die Möglichkeiten ausgeschöpft. Die neue Software zeige die Möglichkeiten der Android-Plattform. Mit Facebook Home kann man sich unter anderem statt des üblichen Sperrbildschirms die Neuigkeiten seiner Facebook-Freunde anzeigen lassen. Außerdem rückt mit ihr der Chatdienst des Online-Netzwerks in den Vordergrund, über den man in immer mehr Ländern auch telefonieren kann. Damit zieht die App die Aufmerksamkeit von Google-Diensten ab und verwandelt ein Android-Smartphone gewissermaßen in ein Facebook-Handy.

Zunächst ist Facebook Home nur für ein halbes Dutzend neue Geräte verfügbar, es sollen aber schnell mehr werden. Allerdings gehört das aktuelle Flaggschiff-Handy von Google selbst, das Nexus 4, derzeit nicht dazu. Zugleich spricht Facebook jetzt auch mit Apple über eine noch tiefere Integration in iPhones und iPads. Ähnliche Verhandlungen gebe es auch mit Microsoft, sagte Facebooks Produktchef Adam Mosseri in einem Interview der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. "Wir haben ihnen gezeigt, was wir entwickelt haben und wir sind in fortlaufenden Gesprächen."

(Jörg Schamberg)

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