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Google gegen zu viel Werbung auf Webseiten

Google hat den Algorithmus seiner Suchmaschine geändert: Künftig wird auch das Layout einer Webseite berücksichtigt. Lassen sich im sofort sichtbaren Bereich einer Webseite vor lauter Werbung kaum Inhalte finden, stuft Google die Seite herunter.

20.01.2012, 18:31 Uhr
Google© Google

Google ändert den Algorithmus seiner Suchmaschine. Bei den relevanten Suchergebnissen wird künftig auch das Layout der Webseite berücksichtigt, wie der zuständige Google-Manager Matt Cutts im Webmaster Central Blog ankündigt. Webseiten, die Nutzern im sofort sichtbaren Bereich ("above-the-fold") zwar viel Werbung aber kaum Inhalte bieten, werden abgestraft: Die Internetseiten rutschen in den Suchergebnissen weiter nach hinten.

Google bestraft exzessive Werbung

Internetnutzer wollen laut Google Inhalte direkt sehen können, ohne umständliches Scrollen oder eine mühselige Suche. Daher werden mit Werbung überfrachtete Seiten künftig nicht mehr so hoch gerankt wie bislang. Zwar verstehe der US-Konzern durchaus, dass solche Werbung gut funktioniert und Webseitenbetreibern bei der Finanzierung ihrer Online-Inhalte hilft. Daher werde die Änderung des Algorithmus auch keine Seiten betreffen, die Werbung in einem normalen Maß platzieren.

Der veränderte Suchalgorithmus wirke sich auf weniger als 1 Prozent der weltweiten Suchanfragen aus. Stellt ein Webseitenbetreiber fest, dass seine Internetseite von der Änderung betroffen ist, sollte er sich die Gestaltung des Online-Auftritts genau anschauen. Ist der Inhalt der Webseite eher versteckt oder nicht schnell für Nutzer zugängig? Google stellt als Hilfe beispielsweise das Tool Browser Size zur Verfügung. Es zeigt, welche Teile einer Seite bei verschiedenen Bildschirmauflösungen sichtbar sind.

Google kündigt für 2012 über 500 Änderungen an der Suchmaschine an

Änderungen am Webseiten-Layout werden automatisch erfasst, wenn die Internetseite erneut von Google indiziert wird. Bei einer typischen Webseite könne es aber einige Wochen dauern, bis der Googlebot genug Seiten eines Webauftritts und die vorgenommenen Layout-Änderungen erfasst hat. Webseitenbetreiber sollten sich grundsätzlich darauf konzentrieren, das bestmögliche Nutzererlebnis zu bieten und weniger eine Seite auf bestimmte Suchalgorithmen hin optimieren. Google stellt für dieses Jahr über 500 Verbesserungen und Änderungen der Suche in Aussicht.

(Jörg Schamberg)

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