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Google Gears bringt das Web auf den Desktop

Google Gears macht Internet-Anwendungen auch offline verfügbar. Der Open Source-Code wurde auf dem Developer Day in Hamburg vorgestellt.

05.06.2007, 10:11 Uhr
Google© Google

Die weltgrößte Internet-Suchmaschine Google geht neue Wege, seinen Nutzern immer mehr Komfort zu bieten. Am vergangenem Donnerstag wurde auf dem Developer Day in Hamburg die Premiere von Google Gears gefeiert. Dabei handelt es sich um ein Browser Plugin, das Internet-Anwendungen auch ohne direkte Internet-Verbindung auf den heimischen Desktop bringt.
E-Mails in der "Wartehalle"
Auch ohne Netzanbindung soll es künftig möglich sein, E-Mails zu lesen oder zu beantworten und bestimmte Softwareprodukte einzusetzen. Bis zu einer Verbindung mit dem Internet werden die E-Mails in einer "virtuellen Wartehalle" zwischengespeichert. Die erste Anwendung, die offline durch Google Gears genutzt werden kann, soll der Google Reader sein. Sofort nach der Installation des Plugin stehen die RSS-Inhalte auch offline zur Verfügung. Nach Angaben von Google wird derzeit an einer im Offline-Modus verfügbaren Volltextsuche getüftelt.
Der vorliegende Open Source-Code richtet sich in erster Linie an Javascript-Entwickler, die Web-Anwendungen im Ajax-Stil verfassen. Google Gears soll mit dem Internet Explorer oder Firefox unter den Betriebssystemen Windows, Mac OS und Linux sowie dem Safari-Browser unter Mac OS funktionieren. Für den Endverbraucher soll Google Gears "in einigen Monaten" bereit stehen. Software-Entwicklern stand schon seit einiger Zeit eine ältere Version aus der Entwicklungszeit von Google Gears zur Verfügung. Der Open Source-Code soll nicht nur Spezialisten, sondern auch versierten Anwendern ermöglichen, die Software nach eigenen Vorstellungen zu verbessern.
Unternehmen wollen Kompatibilität
"Mit Google Gears nehmen wir uns einer wesentlichen Einschränkung des Browsers an, um ihn zu einer stärkeren Plattform beim Einsatz von verschiedensten Anwendungen zu machen", sagt Google-Chef Eric Schmidt. Laut Google stößt das jüngste Projekt auf ein breites Interesse. So wollen auch die die Mozilla-Foundation, die den Firefox-Browser programmiert, und der Flash-Entwickler Adobe Systems Google Gears unterstützen. Weitere Unternehmen tüfteln derzeit, wie ein Support der neuen Google-Innovation ermöglicht werden kann.

(Stefan Hagedorn)

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