Security

Google: Fehler bei Gmail ließ Mails verschwinden

Aufgrund eines Softwarefehlers sei es zwischen dem 27. und 28. Februar bei einer geringen Zahl von Gmail-Nutzern zum Verlust sämtlicher E-Mails gekommen. Mittlerweile seien die meisten Daten aber wiederhergestellt, so Google.

01.03.2011, 11:05 Uhr
Google© Google

Für einige Nutzer von Googles E-Mail-Dienst Gmail war das Öffnen ihres Postfachs am Sonntag mit einem heftigen Schreck verbunden, denn sämtliche Nachrichten schienen verschwunden. Verantwortlich dafür waren aber weder Schadprogramm noch Hackerangriff, sondern ein Fehler im Google-System. Am Montag folgte dann die offizielle Entwarnung: keine der gelöschten E-Mails ist tatsächlich für immer verloren. Ein Großteil der betroffenen Gmail-Konten sei bereits wieder hergestellt worden, heißt es auf dem Gmail Blog.

Daten werden wiederhergestellt

Dennoch werde der Wiederherstellungsprozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so Google. Darüber hinaus teilte der Suchmaschinenkonzern mit, dass Betroffene am 28. Februar zwischen 03:00 und 11:00 Uhr morgens deutscher Zeit generell keine Mails empfangen konnten. Die Absender hätten in diesem Fall allerdings eine entsprechende Fehlermeldung erhalten.

Zur Ursache der Probleme nannte Google nur wenige Details. Demnach sei der Datenverlust einigen seltenen Softwarefehlern geschuldet, die im Rahmen eines Updates versehentlich implementiert worden sind und auch Backupsysteme in Mitleidenschaft gezogen hätten. Der Fehler habe allerdings nur 0,02 Prozent aller Gmail-Nutzer betroffen. Da zudem sämtliche Gmail-Bestände parallel auf Magnetbändern gesichert würden, könnten gelöschte E-Mails mit einigen Stunden Zeitverzögerung auch vollständig rekonstruiert werden.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand des Rollbacks sind auf der Google-Statusseite abrufbar.

(Christian Wolf)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang