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Google erwägt, eigene Prozessoren zu entwickeln

Um seine Rechenzentren zu optimieren, prüft Google die Entwicklung eigener Server-Prozessoren auf Basis der stromsparenden ARM-Architektur. Dies berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

16.12.2013, 11:31 Uhr
Google© Google

Um seine Rechenzentren zu optimieren, prüft Google die Entwicklung eigener Server-Prozessoren auf Basis der stromsparenden ARM-Architektur. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Person, die mit der Sache vertraut sein soll und nicht näher genannt werden will. Eine endgültige Entscheidung habe das Unternehmen aber noch nicht gefällt.

Optimierung der eigenen Rechenzentren

ARM-Prozessoren werden sonst im mobilen Bereich eingesetzt – in Smartphones und Tablets. Sie sind zwar etwas leistungsschwächer als die meisten Desktop- oder Server-Prozessoren, benötigen in der Regel aber auch weniger Energie und ermöglichen auf diese Weise längere Akkulaufzeiten.

Samsung und Apple entwickeln bereits Prozessoren, um sie in Geräten einzusetzen, die der Kunde dann auch in der Hand halten kann. Google würde eigene CPUs aber nicht für die Nexus-Geräte oder die Smartphones des Tochterunternehmens Motorola entwickeln, sondern für die eigene Serverfarmen. Google betreibt viele Rechenzentren. Das Unternehmen ist einer der größten Abnehmer von Server-Prozessoren und laut Bloomberg Intels fünftgrößter Kunde, sorgt dort aber nur für 4,3 Prozent des Umsatzes.

Nicht zwangsläufig Konkurrenz für Intel

Von Beginn an hat Google nicht auf Standardlösungen beim Aufbau seiner Rechenzentren gesetzt, sondern auf Optimierungen aus Hardware und Software, die den eigenen Bedürfnissen gemäß entwickelt wurden. Der Einsatz eigener Server-Prozessoren auf ARM-Basis könnte bei diesem Zusammenspiel helfen und wäre dementsprechend nur ein weiterer Schritt.

Unklar bleibt, ob Googles Pläne darauf abzielen, die Prozessoren aller Server durch eigene zu ersetzen oder diese nur für Spezialaufgaben einzusetzen. Eine Gefahr für Intels Geschäftsmodell oder eine direkte Konkurrenz muss aus Googles Plänen also nicht entstehen.

(Peter Giesecke)

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