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Google arbeitet an Echtzeit-Übersetzungen

Google soll in Kürze eine neue Android-App für seinen Dienst Translate herausbringen, die Gespräche in Echtzeit übersetzen kann.

13.01.2015, 10:31 Uhr
Google© Google

Im letzten Jahrhundert mussten Vokabeln nachgeschlagen und die Grammatik verstanden werden, um Übersetzungen anzufertigen. Heute wird dagegen eine Software mit Text gefüttert. Die nächste große Herausforderung ist die Echtzeit-Übersetzung von gesprochenen Sätzen. Microsoft hat gerade eine Lösung für Skype vorgestellt, Google soll in Kürze eine neue Android-App für seinen Dienst Translate herausbringen. Dies berichtet die New York Times.

Noch wie am Walkie Talkie

Google Translate (oder hierzulande Google Übersetzer) soll mehrere Sprachen automatisch erkennen und in Echtzeit in Text umwandeln. Über Skype ist es bereits möglich, eine Unterhaltung zu führen, auch wenn man der anderen Sprache nicht mächtig ist.

Das funktioniert am besten, wenn die beiden Gesprächspartner ein Headset tragen, wenn nur einer spricht und auch noch ein paar Pausen eingelegt werden, um den Text zu strukturieren - so wie vor Urzeiten am Walkie Talkie. Vom natürlichen Gespräch ist das noch einiges entfernt.

Googles nächster Schritt

Google scheint es jedoch mehr um die Qualität der Übersetzungen zu gehen. Diese sollen ohne Verzögerungen erscheinen und nahezu perfekt sein, wobei es technische Grenzen gibt. Google bringt seinen Algorithmen keine Sprachregeln bei, sondern vergleicht einen zu übersetzenden Text mit Übersetzungen, die bereits vorliegen. Was ähnlich genug ist, wird als Übersetzung vorgeschlagen.

Diese als Machine Learning bezeichnete Methode funktioniert also mit der Zeit immer besser und mit einer hohen Anzahl bekannter Texte - also bei weit verbreiteten Sprachen. Google Translate soll von 500 Millionen Nutzern aktiv genutzt werden und auf über 100 Millionen Android-Smartphones installiert sein.

Die New York Times berichtet auch, dass Google bereits am nächsten Schritt arbeitet. Dann muss das Smartphone in einer Straße mit vielen Gesprächen und Wortfetzen nur noch in die Höhe gehalten werden. Die Übersetzung erscheint dann umgehend auf dem Bildschirm.

(Peter Giesecke)

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