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Google-Alternative: Eiffelturm von ganz oben

Google soll Konkurrenz bekommen: Mit Geoportal soll in Frankreich eine Alternative zu Google Earth entstehen, die sogar schärfere Bilder bietet.

26.06.2006, 13:44 Uhr
Google© Google

Unsere lieben Nachbarn werden nicht gern fremd-dominiert: die französische Regierung unterstützt immer wieder Projekte, mit denen die Vorherrschaft insbesondere von Such-Services aus den USA eingedämmt werden soll. Jetzt ist eine weitere Software geplant, die "der Demokratie diene", wie es Frankreichs Präsident Jacques Chirac auf der Präsentation des neuesten virtuellen "Coup d'état" ausdrückte. Mit einem eigenen Geoportal soll nämlich Google Earth ernsthafte Konkurrenz bekommen, das berichtet jetzt Pressetext Austria (pte).
Blau-weiß-rot hochauflösend
Das Geoportal stellt ebenfalls hochauflösende Satellitenbilder im Internet bereit – allerdings sollen sie besser und detailreicher sein als die Fotos bei Google Earth. Die Konkurrenz aus den USA hat erst kürzlich seinen ersten Geburtstag gefeiert und zu diesem Anlass die vierte Version mit mehr Bildern und verbesserter Textur zum Download bereitgestellt. Das Géoportail wurde vom staatlichen National Geographic Institute (NGI) entwickelt und startet vorerst mit Luftbildern von Frankreich, Korsika, Französisch-Guyana und des französischen Hoheitsgebiets in der Karibik, Polynesien und im Indischen Ozean. Ab Herbst soll neben den Satellitenfotos und geologischen Daten auch eine Software zur Verfügung stehen, mit der dann eine dreidimensionale Darstellung möglich sein wird.
Großer Ansturm
Insgesamt verfügt das NGI über 400.000 Fotos, die in den kommenden Jahren digital verarbeitet werden sollen. Außerdem will das Institut 3.700 Land- und Stadtkarten erfassen und mit Zusatzinformationen verknüpfen, berichtet pte weiter. Die Entwicklung der Seite lässt sich Frankreich sechs Millionen Euro kosten. In diesem Budget sollten aber auch ein paar stabile Server inklusive sein: kurz nach dem Start erlebte das Geoportal einen solchen Ansturm, dass es kurzfristig wieder seine Tore schließen musste. Mehrere Millionen Verbindungen in ein paar Stunden waren zu viel für die Technik. Auch gibt es die Seite bislang nur auf Französisch, Google hingegen hat der Software mit dem jüngsten Update neben Englisch, auch die Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch beigebracht.

(Aleksandra Leon)

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