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Goo.gl: Webadressen kurz und bündig

Lange Rede, kurzes Kürzel: Suchmaschinenriese Google bringt seinen URL-Verkürzer Goo.gl jetzt als eigenständiges Web-Portal. Die Nutzer erhalten Hit-Statistiken und können ihre Web-Adresse in einen QR-Code verwandeln.

05.10.2010, 08:17 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Wem sind sie nicht schon begegnet, die lästigen endlos-langen Webadressen, die sich so schlecht weitergeben lassen und besonders bei Twitter-Fans für Verdruss sorgen. Die Lösung bieten URL-Verkürzer: Bit.ly und Konsorten sprießen wie Pilze aus dem Boden und verschwinden oft so schnell wie sie gekommen sind.

Google-Dienst: "Sicher, schnell, stabil"

Nun reiht sich auch der Internetkonzern Google ein und verkündet, man habe die Web-Welt mit dem ultimativen URL-Verkürzer bereichert: Das Web-Portal http://goo.gl sei sicher, schnell und stabil wie kein anderes, so die Betreiber in gewohnter Bescheidenheit. Ganz neu ist der Dienst zwar nicht, weil er bereits mit einigen Google-Diensten verknüpft war, neu ist aber die eigene Plattform, die für jedermann nutzbar ist.

Im Unterschied zu vielen anderen Diensten könnten sich die goo.gl Nutzer auf den vom E-Mail und Telefondienst Gmail erprobten Spam-Filter verlassen. Auch vor Malware und Phishing gebe es zuverlässigen Schutz.

Angemeldete Nutzer erhalten bei goo.gl einige interessante Zusatz-Infos. So können sie neben einer Liste bereits verkürzter Internet-Adressen eine Hit-Statistik inklusive Besucherprofilen ihrer verkürzten Adressen einsehen.

Goo.gl wurde bereits im Dezember 2009 eingeführt, jedoch ausschließlich in den damals neuen Versionen der "Google Toolbar" und dem RSS-Tool "Feedburner". Ein selbständiges Web-Interface war noch nicht verfügbar und wurde erst jetzt "wegen der großen Nachfrage" nachgezogen, so der Suchmaschinengigant in seinem Social Web Blog.

Vom Kürzel zum QR-Code

Nettes Gimmick: Mit einem ".qr"-Anhang an die verkürzte Web-Adresse verwandelt sich das Kürzel in einen QR-Code. Damit lässt sich die Adresse in Windeseile verbreiten, denn viele Smartphones können ihn per Kamera einscannen und verschicken.

So lautet der Code für onlinekosten.de "http://goo.gl/E1Y1". Die Variante "http://goo.gl/E1Y1.qr" lässt sich somit mittels iPhone und der App QuickMark QR Code Reader 4 einscannen und versenden.

(Dorothee Monreal)

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