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Go Yellow startet Vermittlungsdienst 118000

Unter 118000.de können Verbraucher ihre Kontaktdaten eintragen und so erreichbar sein ohne in einem öffentlichen Verzeichnis ihre Daten preiszugeben. Über die 118000 kann wiederum ohne Kenntnis der Rufnummer zu einer anderen Person Kontakt aufgenommen werden.

12.01.2010, 08:19 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes macht es bereits seit vergangenem Jahr möglich, jetzt startet mit 118000 der erste neuartige Vermittlungsdienst in Deutschland. Das von Go Yellow betriebene Portal vermittelt Gespräche ohne Kontaktdaten preiszugeben.
Telefonnummer bleibt unbekannt
Unter der neuen sechsstelligen Telefonnummer können Anrufer sich an Personen in ganz Deutschland telefonisch verbinden lassen, ohne deren Nummer zu kennen. Die Angabe beispielsweise von Name und Wohnort sollen schon ausreichen, um Kontakt aufnehmen zu können. Für die ersten zwei angefangenen Minuten werden dabei 1,59 Euro berechnet, ab der dritten kostet jede weitere angefangene Minute 29 Cent. Wie der Branchenverband BITKOM betont, müssten Kunden vorher zustimmen, wenn ein solcher Vermittlungsdienst sie anrufen möchte. Ein Widerspruch sei etwa bei einer ersten Kontaktaufnahme möglich.
Auf der anderen Seite können sich alle Verbraucher beim Verbindungsdienst mit ihren Kontaktdaten im Internet unter www.118000.de eintragen. Telefonnummern müssten nicht mehr in einem öffentlichen Verzeichnis, bei der Telefonauskunft oder in Suchmaschinen auffindbar sein. Jeder könne somit selbst entscheiden, wer ihn sprechen kann und wer nicht. Werbeanrufe könnten beispielsweise von vorn herein abgeblockt werden.
Hinterlegte Daten sind sicher
Neben Mobilfunk- und Festnetznummern können Nutzer zusätzlich ihre Autokennzeichen eintragen, um auch darüber für eine Vermittlung über 118000 gefunden werden zu können. Ein spezieller Konfigurator werde dem Verbraucher in den nächsten Wochen noch weitere Möglichkeiten bieten, seine persönliche Erreichbarkeit zu steuern. Dann könnten beispielsweise zu bestimmten Uhrzeiten bestimmte Personengruppen zugelassen oder ausgeschlossen werden oder Benutzernamen bei Internetportalen als zusätzliche Kontaktmöglichkeit eingetragen werden.
Die dort eingetragenen Daten sollen laut Betreiber absolut sicher und durch ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept, das für niemanden zugänglich sei, geschützt sein. Noch nicht einmal die Agenten am Telefon bekämen die Nummer der zu verbindenden Gesprächspartner zu sehen.

(Michael Posdziech)

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