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Gnadenfrist für Microsoft

Bis zum 15. Februar hat der Software-Riese noch Zeit, bei der EU-Kommission Unterlagen einzureichen, um eine Trennung des Media Player vom Betriebssystem Windows doch noch zu verhindern.

24.01.2006, 14:50 Uhr
Microsoft© Microsoft

In Wettbewerbsstreit mit der EU-Kommission hat der US-Softwarekonzern Microsoft mehr Zeit bekommen. Brüssel gewährt dem Branchenriesen eine verlängerte Frist bis 15. Februar und damit drei Wochen mehr, um wichtige Unterlagen einzureichen, wie ein Kommissionssprecher in Brüssel sagte. Eigentlich hätte Microsoft spätestens morgen auf eine Beschwerde von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes reagieren müssen.
Microsoft droht Strafe
Die EU-Kommission hatte Ende Dezember in dem Streit massiv Druck gemacht. Kroes drohte Microsoft ein tägliches Bußgeld von bis zu zwei Millionen Euro an, falls die kartellrechtlichen Auflagen nicht erfüllt würden.
Brüssel will Microsoft zwingen, sein Musik- und Filmabspielprogramm Media Player weitgehend von dem Windows-Betriebssystem zu trennen, so dass auch Konkurrenzprodukte eine Chance haben. Deswegen hatte die Kommission 2004 bereits eine Rekordbuße von fast einer halben Milliarde Euro verhängt. Microsoft hatte die Kritik als "unbegründet" zurückgewiesen.

(Hayo Lücke)

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