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GMX und Web.de: De-Mail-Versand ab sofort kostenfrei

Die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de haben auf der CeBIT eine kostenlose De-Mail-Flatrate vorgestellt. Die als digitale Brief-Alternative entwickelte und staatlich zertifizierte De-Mail kann bei beiden 1&1-Töchtern ab sofort unbeschränkt genutzt werden.

10.03.2014, 15:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de haben auf der CeBIT eine kostenlose De-Mail-Flatrate vorgestellt. Die als digitale Brief-Alternative entwickelte und staatlich zertifizierte De-Mail kann bei beiden 1&1-Töchtern ab sofort unbeschränkt genutzt werden – ein Schritt, der das lahmende Pferd De-Mail offenbar ein wenig auf Trab bringen soll.

"Komplett kostenlose Grundversorgung"

Das bisherige Gratis-Limit von zehn De-Mails monatlich wird aufgehoben; eine Einrichtungs- und Monatspauschale fällt ebenfalls nicht an. Berechnet werden damit nur noch bestimmte Zusatzleistungen wie etwa "Einschreiben". "Unsere Kunden müssen sich keine Gedanken über mögliche Folgekosten machen. Denn mit der De-Mail Flatrate bieten wir eine komplett kostenlose Grundversorgung", sagte Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und Web.de.

Voraussetzung ist ein gebührenfreies E-Mail-Postfach bei einem der beiden Anbieter sowie eine persönliche Überprüfung von Identität und angegebenen Adressdaten. Nach der Freischaltung lässt sich die De-Mail-Adresse zur Kommunikation mit anderen privaten oder gewerblichen De-Mail-Nutzern verwenden. In Kürze soll das System zudem großflächig in der öffentlichen Verwaltung Einzug halten. Das zugehörige De-Mail-Gesetz ist seit dem 1. August 2013 in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt ist die De-Mail dem Brief rechtlich gleichgestellt.

Auch die Deutsche Telekom verzichtet aktuell bei der De-Mail-Übertragung auf die Berechnung von Gebühren. Allerdings gilt der Gratis-Zeitraum lediglich im Rahmen einer Einführungsaktion bis Ende Januar 2015. Anschließend sind monatlich nur noch drei De-Mails kostenfrei; für jede weitere veranschlagen die Bonner 39 Cent. Ob sich diese Kalkulation nach dem Vorstoß von GMX und Web.de noch halten lässt, bleibt allerdings abzuwarten. Unterdessen bemüht sich nun auch die Deutsche Post um eine Zulassung als De-Mail-Anbieter, nachdem ihr ursprünglich favorisiertes Konkurrenzprodukt E-Postbrief nicht die erforderlichen gesetzlichen Vorgaben zur Behördenkommunikation erfüllt.

(Christian Wolf)

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