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GMX und Web.de als Plattform für Werbeprospekte

Die United Internet AG will ihre Mail-Dienste GMX und Web.de zu einer Plattform für Werbeprospekte, Kataloge und Gutscheine ausbauen. Der so geannte FreeReader in den elektronischen Postfächern macht es möglich.

08.06.2011, 19:46 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Die United Internet AG will ihre Mail-Dienste GMX und Web.de zu einer Plattform für Werbeprospekte, Kataloge und Gutscheine ausbauen. In den elektronischen Postfächern gibt es seit Mittwoch eine kostenlose Anwendung namens FreeReader, mit der Nutzer sich über Angebote im Einzelhandel informieren können. Zum Start seien mehr als 120 Geschäfte und Ketten aus verschiedenen Branchen dabei, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe mit. Mit dem Programm lassen sich auch Zeitungen und Magazine abrufen, zunächst allerdings nur Leseproben. Das Unternehmen hofft auf Werbeeinnahmen.

Prospekteblättern per Mausklick

Der FreeReader wird über ein Symbol in der Navigationsleiste geöffnet. Nutzer können sich Angebote aus der Region anzeigen lassen, indem sie die Postleitzahl eingeben. Die Prospekte werden per Mausklick durchblättert. Gutscheine lassen sich ausdrucken. Applikationen für Smartphones und Tablet-Computer seien in Arbeit, teilte die United Internet AG mit. Zudem sollen Medien wie Zeitungen oder Magazine künftig vollständig in der Anwendung zu lesen sein.

Für die Platzierung zahlen die werbetreibenden Unternehmen Geld. Sie haben die Möglichkeit, ihre Angebot gezielt an den Nutzer zu bringen - zunächst nach Geschlecht, Alter und Wohnort unterteilt. Eine interessen-basierte Auslieferung ist ebenfalls geplant. Man bilde aber keine Nutzerprofile, betonte United Internet.

Der Internetkonzern folgt damit dem Trend zur Digitalisierung von Werbung. Portale wie KaufDa und MeinProspekt.de zeigen Broschüren der Händler aus der Umgebung an, zahlreiche andere Anbieter haben sich auf den Vertrieb von Gutscheinen spezialisiert. Wenn das Unternehmen seinen Plan umsetzt, auch vollständige Zeitungen und Magazine online anzuzeigen, steigt es überdies in den Wettbewerb um den digitalen Zeitungskiosk ein.

(Hayo Lücke)

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