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Glos gegen stärkere Zuwanderung von IT-Experten

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich gegen eine stärkere Zuwanderung von IT-Experten ausgesprochen. Er sei dagegen, die "Tore für Zuwanderung" aufzumachen.

11.12.2007, 07:01 Uhr
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Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich gegen eine stärkere Zuwanderung von IT-Experten ausgesprochen. Er sei dagegen, die "Tore für Zuwanderung" aufzumachen, um den Bedarf der IT-Industrie nach Spezialisten aus Staaten außerhalb der Europäischen Union zu decken, sagte Glos auf dem IT-Gipfel von Politik und Wirtschaft in Hannover. Angesichts von immer noch 3,5 Millionen Arbeitslosen in Deutschland müsse "die nächste Priorität die Qualifizierung der eigenen Leute sein", betonte der Minister.
Zu wenig Absolventen
Der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, August-Wilhelm Scheer, verteidigte indes den Wunsch nach Einstellung von mehr Fachleuten aus dem Ausland. Er verwies darauf, dass die Absolventenquote von IT-Fachkräften an den Universitäten in Deutschland drastisch um 30 Prozent zurückgegangen sei. Gleichzeitig erinnerte Scheer an die gewachsene Bedeutung der Branche. Der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologien habe inzwischen den Maschinen- und Autobau überflügelt.
Reformen gefordert
Beim zweiten IT-Gipfel in Hannover diskutieren über 400 Fachleute aus Politik und Wirtschaft über Möglichkeiten, die Branche weiter voran zu bringen. Auf dem Messegelände in Hannover geht es vor allem um den Fachkräftemangel in der Branche, die deshalb von der Regierung Reformen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik fordert. Hauptrednerin wird am Nachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein.

(Aleksandra Leon)

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