Früher als geplant

Glasfasernetz auf der Fraueninsel im Chiemsee in Betrieb genommen

Die Deutsche Telekom hatte ein Glasfaser-Seekabel durch den Chiemsee bis zur Fraueninsel verlegt. Nun ist auch auf der bayerischen Inselgemeinde Gigabit-Internet verfügbar. Der Ausbau sei deutlich früher als geplant fertiggestellt worden.

Jörg Schamberg, 24.07.2020, 11:35 Uhr
Glasfaserkabel© zentilia / Fotolia.com

Das kommt beim Breitbandausbau eher selten vor: Bereits ein Jahr früher als ursprünglich geplant konnte der Ausbau des schnellen Internets auf der Fraueninsel im bayerischen Chiemsee abgeschlossen werden. Dies sei trotz der Schwierigkeiten bei der Verlegung des Glasfaser-Seekabels gelungen. Das Gigabitznetz auf der einzigen Inselgemeinde in Bayern wurde nun freigeschaltet und in Betrieb genommen. Technisch wurde das Highspeed-Netz durch die Deutsche Telekom realisiert.

Erschließung der Fraueninsel über ein gigabitfähiges Glasfaser-Seekabel

"Die Gemeinde Chiemsee hat das Gigabit-Ziel bereits erreicht. Der Freistaat hat die Gemeinde dabei mit einer Fördersumme von 224.974 Euro zum Ausbau des schnellen Internets unterstützt", erklärte der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker am Freitag. Die Fraueninsel war bislang über ein Kupfer-Seekabel erschlossen. Nun steht ein neu verlegtes, rund 1,2 Kilometer langes und gigabitfähiges Glasfaser-Seekabel von Gstadt am Chiemsee zur Fraueninsel zur Verfügung.

Minister Füracker: Highspeed-Internet bereits für Großteil der bayerischen Haushalte

Über 96 Prozent aller bayerischen Haushalte sind nach Angaben von Minister Füracker bereits mit dem schnellen Internet verbunden. Bei den aktuellen Förderprojekten seien über 53.000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und mehr als 770.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt worden. Seit Ende 2013 wurden in Bayern durch den Freistaat, Kommunen und Telekommunikationsunternehmen mehr als 2,3 Millionen unversorgte Haushalte erstmals an das Highspeed-Internet angeschlossen. Für insgesamt 1.803 Kommunen seien bislang Förderbescheide über zusammen 1,1 Milliarden Euro ergangen. Bis 2025 strebt der Freistaat Gigabit-Anschlüsse bayernweit an.

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