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Glasfaser: Skandinavien bei Ausbau weiter vorn

Laut "Fibre-To-The-Home" Council Europe liegen Skandinavien und kleinere Länder bei der Verbreitung von Glasfaseranschlüssen in Europa weiterhin vorn. Große Staaten wie Deutschland sind nicht in den Top 10.

08.09.2009, 18:03 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

In Europa liegt Deutschland weit hinter anderen Ländern bei der Verbreitung von Glasfaseranschlüssen (Fibre-To-The-Home, FTTH) zurück. Eine Studie des FTTH Council Europe sieht Skandinavien und kleinere Länder auf den vorderen Plätzen.
Große Länder abgeschlagen
Auf dem Broadband World Forum in Paris wurden die aktuellen Zahlen für die EU-Länder bekannt gegeben. Schweden führt dabei die Liga der zehn Länder weiterhin an, in denen sich FTTH-Services frühzeitig durchsetzten. Zehn Prozent der dortigen Teilnehmer sind bereits über Glasfaserkabel mit den Kommunikationsnetzen verbunden. Danach folgen ebenfalls unverändert Norwegen und Slowenien. Andorra, Dänemark, Island, Litauen, die Niederlande, die Slowakei und Finnland komplettieren die Top 10.
Der Neuzugang Slowakei verdrängt in diesem Ranking Italien von seinem Platz und gleichzeitig aus der Hitliste. Große Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben es bislang noch nicht auf diese Liste geschafft. Die aktuellen Zahlen sind die halbjährliche Aktualisierung des globalen FTTH-Rankings, das zweimal jährlich von den drei Organisationen des FTTH Council herausgegeben wird.
Privathaushalte und Unternehmen berücksichtigt
Das Ranking des FTTH Council Europe ist Teil seiner Market Panorama-Studie, die vom eigenen Marketing and Intelligence Committee in Auftrag gegeben und vom Forschungsinstitut IDATE durchgeführt wurde. Sie enthält Angaben zum Anteil an Privathaushalten und Unternehmen, die Breitbandanschlüsse über direkte Glasfaserverkabelung für ihre Wohnungen oder Gebäude nutzen.
Die nächste aktualisierte Aufstellung wird auf der Jahreskonferenz des FTTH Council Europe am 24. und 25. Februar 2010 in Lissabon bekannt gegeben.

(Michael Posdziech)

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