Gemeinschaftsunternehmen

Glasfaser NordWest: Gemeinsamer Glasfaserausbau von Telekom und EWE

Bis zu 1,5 Millionen Privathaushalte im Nordwesten Deutschlands sollen FTTH-Glasfaseranschlüsse erhalten. Möglich machen will dies künftig das neue Joint Venture Glasfaser NordWest von Telekom und EWE. Bis zu zwei Milliarden Euro sollen investiert werden.

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Oldenburg/Bonn – Der Glasfaserausbau im Nordwesten Deutschlands soll vorangetrieben werden. Zu diesem Zweck haben die Deutsche Telekom (Angebote der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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und der Oldenburger Energie- und Telekommunikationsanbieter EWE (Angebote von EWE) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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am Donnerstag einen Vertrag über die Gründung des neuen Gemeinschaftsunternehmens Glasfaser NordWest unterzeichnet. Bis zu 1,5 Millionen Privathaushalte und Unternehmen in Teilen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen sollen direkte FTTH-Glasfaseranschlüsse erhalten.

Glasfaser NordWest will bis zu zwei Milliarden Euro investieren

Die Absicht für ein gemeinsames Joint Venture wurde bereits Ende 2017 verkündet, es sei nun beim Bundeskartellamt formal angemeldet worden. Das Gemeinschaftsunternehmen sei der nächste Schritt der Kooperation der beiden Internetanbieter. Geplant seien Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Die Kooperation sei zeitlich jedoch nicht beschränkt.

"Mit Glasfaser NordWest heben wir Synergien. Denn wir planen und bauen die Glasfaserinfrastruktur gemeinsam. Im Betrieb lasten wir dann die Netze stärker aus. Wir schließen auch jene Haushalte an, die sonst nicht so schnell versorgt würden", erklärt Telekom-Vorstand Dirk Wössner. "Wir werden Deutschland nur gemeinsam mit anderen Unternehmen digitalisieren – und das ohne regulatorische Eingriffe. Unsere Partnerschaft zeigt: Glasfaserausbau ohne Regulierung funktioniert. Wir bauen aus und sind dabei offen für alle Wettbewerber. Eingriffe des Regulierers brauchen wir nicht", so Wössner weiter.

"Im Nordwesten steht EWE für schnelles Internet und die Digitalisierung des ländlichen Raums. Wir haben alleine schon viel erreicht, wollen aber noch mehr schnelle Internetanschlüsse für möglichst viele Menschen in unserer Heimatregion. Gemeinsam mit der Telekom können wir in kürzerer Zeit zu diesem Ziel gelangen", ergänzt der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler. Glasfaser NordWest werde die Infrastruktur errichten, Kunden hätten die freie Wahl der Anbieter. "Die Dienste auf der neuen Infrastruktur stehen allen interessierten Telekommunikationsunternehmen zu üblichen kommerziellen Bedingungen zur Verfügung", betont Dohler.

Erste FTTH-Anschlüsse ab 2020 verfügbar

Gibt das Bundeskartellamt grünes Licht, so soll die Gründung von Glasfaser NordWest zeitnah erfolgen, das Gemeinschaftsunternehmen soll seinen Sitz in Oldenburg erhalten. Die Glasfaserinfrastruktur soll von beiden Gesellschaftern in einem wettbewerbsoffenen Auswahlverfahren aufgebaut werden. Die beiden Partner fungieren dabei als Generalunternehmer. Die auszubauenden Gebiete sollen in den ersten beiden Jahren nach der Unternehmensgründung festgelegt werden.

Ausbauen würden die Mutterunternehmen Telekom und EWE. Glasfaser NordWest vergebe die Ausbaugebiete per Auswahlverfahren auch an Dritte. Nach Verlegung der FTTH-Glasfaseranschlüsse würden EWE, die Telekom und andere interessierte TK-Unternehmen um die Kunden buhlen können. Die ersten Glasfaseranschlüsse sollen bereits 2020 nutzbar sein.

BREKO und VATM begrüßen Zusammenarbeit von Telekom und EWE

Der Glasfaserverband BREKO begrüßte den Schritt der beiden Unternehmen in einer ersten Reaktion. "Wir sind überzeugt: Auf dem Weg zum flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland müssen die Netzbetreiber stärker als bisher zusammenarbeiten und auch gemeinsam investieren. Ko-Investitionsmodelle verhindern volkswirtschaftlich unsinnigen Überbau und forcieren damit zugleich den dringend notwendigen, echten Glasfaserausbau bis in die Gebäude", kommentiert BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers.

Sehr erfreut reagierte auch der Branchenverband VATM, EWE sei immerhin eines der größten Mitgliedsunternehmen des Verbandes. Nun müsse das Bundeskartellamt die kartellrechtliche Prüfung des Joint Venture vornehmen. Aber auch EU-Vorgaben zu Kooperationen und Co-Invest werden laut VATM zu berücksichtigen sein. Der Verband hebt die Bedeutung von Open Access, also den freien Zugang zu den schnellen Netzen für andere Anbieter, hervor. Kooperationen im Breitbandbereich liegen im Trend. Am Donnerstag hatten beispielsweise Vodafone und Deutsche Glasfaser mitgeteilt, dass sie Gewerbegebiete in Mannheim gemeinsam mit Glasfaser erschließen. Auch 1&1 kooperiert bereits mit diversen Telekommunikationsanbietern wie NetCologne, M-net und wilhelm.tel.

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Jörg Schamberg

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