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Giga.de gerettet: Murdoch übernimmt

Das internationale Gaming-Portal IGN.com übernimmt die Website und Community des eingestellten TV-Senders. Wie auch der bisherige Besitzer Premiere, gehört IGN Entertainment zur News Corporation.

20.04.2009, 16:41 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Nachdem Premiere im Februar angekündigt hatte, dass der Kölner Games-Sender Giga eingestellt wird, schien auch das Ende der Community auf Giga.de besiegelt. Doch nun kommt kurz vor dem für Mai angekündigten Aus doch noch die Rettung. Das internationale Gaming-Portal IGN.com übernimmt die Seite.
Internationales Netzwerk
Im offiziellen Giga-Blog kündigen die Betreiber eine enge Zusammenarbeit mit der nach eigenen Angaben weltgrößten Online-Plattform für Gaming-Themen an. Giga.de wird damit zu einem Teil des IGN Entertainment Networks, zu dem neben ING.com unter anderem auch die Filmseite rottentomatoes.com gehört. Hinter IGN Entertainment steht Fox Interactive Media, ein Tochterunternehmen von Rupert Murdochs News Corporation. Somit ist der neue Chef eigentlich der alte: Auch beim bisherigen Gesellschafter Premiere gibt Murdoch den Ton an.
Bereits seit vergangenem Sommer kooperieren Giga.de und IGN inhaltlich miteinander, für die diesjährige Messe Gamescom in Köln war schon die gemeinsame Berichterstattung geplant. Mit dem Kauf der Website und ihrer Community wagt IGN nun den ersten Schritt auf den deutschen Markt.
Giga.de soll erhalten bleiben
"Wie GIGA blickt IGN mittlerweile auf mehr als ein Jahrzehnt Berichterstattung für Zocker und Erfahrung mit der Gamer-Community zurück, aber wir wissen natürlich, dass das, was in den USA funktioniert, nicht unbedingt auch in Deutschland jeder super findet. Deshalb freuen wir uns nicht nur auf die Zusammenarbeit, sondern auch darauf, viel von GIGA und der GIGA-Community zu lernen", so der Chefredakteur von IGN.com Peer Schneider in einem Statement.
Die eigenständige Marke Giga.de soll zukünftig erhalten bleiben, das Team könne aber auf alle Ressourcen der großen IGN-Familie zurückgreifen und sie in die bekannte GIGA-Webseite einbetten. Die User sollen bei der Neugestaltung des Angebots intensiv mit einbezogen werden.

(Michael Posdziech)

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