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Gewerkschaft Verdi plant Streik-TV im Internet

Mit einem eigenen Online-TV-Magazin will die Dienstleistungsgewerkschaft besonders junge Leute ansprechen. Probesendungen vom CDU-Bundesparteitag in Hannover kamen beim Bundesvorstand scheinbar gut an.

13.12.2007, 14:01 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Nach Informationen des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ab Januar 2008 eine eigenes professionelles Internet-TV-Magazin produzieren. Unter dem Titel "Streik-TV" soll das wöchentliche Online-Format verbreitet werden. Am kommenden Montag segnet der Verdi-Bundesvorstand das seit Monaten geplante Projekt offiziell ab.
Zielgruppe junge Menschen
Es ist kein Geheimnis, dass den Gewerkschaften mittlerweile viele den Rücken gekehrt haben. Betrug der Anteil der Mitglieder bis 25 Jahre in der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Mitte der 80er Jahre noch 15 Prozent, so liegt er derzeit nur noch bei rund fünf Prozent. Deshalb richtet sich das neue Internetprojekte an junge Auszubildende und Beschäftigte. Außerdem will der Vorstand mit dem TV-Magazin gegen die zunehmende Überalterung der Gewerkschaften ankämpfen. Weitere "Einsatzgebiete" seien eine bessere mediale Begleitung der im nächsten Jahr anstehenden Arbeitskämpfe wie beispielsweise im Einzelhandel.
Professionelle Unterstützung
Die Macher des Magazins sind professionelle Fernsehjournalisten, die unter anderem für das Lifestylemagazin "Polylux" des Rundfunksenders Berlin-Brandenburg (RBB) gearbeitet haben. Nach den Vorstellungen der Verdi-Verantwortlichen soll auch die Machart der Filmbeiträge für "Streik-TV" modern und jugendlich sein. Auch das Budget soll nicht unerheblich sein.

(Michael Friedrichs)

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