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getgoods-Pleite: Unklarheiten über Verbleib von Millionenbetrag

Der Insolvenzverwalter des im November 2013 für zahlungsunfähig erklärten Online-Händlers getgoods.de hat Unregelmäßigkeiten in der Buchführung entdeckt. Laut "WirtschaftsWoche" geht es um einen Millionenbetrag.

10.03.2014, 11:27 Uhr
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Die Pleite des inzwischen von Conrad übernommenen Online-Händlers getgoods hat womöglich ein juristisches Nachspiel. Die Buchführung des Unternehmens werfe einige Fragen auf, sagte Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff der "WirtschaftsWoche".

"Hinweise auf Unregelmäßigkeiten

Eine Analyse interner Zahlungsströme habe "Hinweise auf Unregelmäßigkeiten" ergeben. Im Zentrum stehe dabei ein zweistelliger Millionenbetrag. Insgesamt gehe es um rund 13 Millionen Euro, die im Oktober 2013 im Rahmen einer sogenannten Mittelstandsanleihe bei Anlegern eingeworben worden seien. Ein Großteil der Summe sei kurz vor dem offiziellen Konkurs im November letzten Jahres von den Konten abgeflossen, erklärte Graf Brockdorff. Bei einzelnen Rechnungsposten könne dabei nicht nachvollzogen werden, wofür das Geld letztlich verwendet worden sei.

Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder beschäftigt sich seit einigen Monaten mit dem Fall getgoods. Bereits kurz nach dem Insolvenzantrag leitete die Behörde Ermittlungen wegen des Verdachts auf Unterschlagung und möglichen Verstößen gegen das Aktienrecht ein.

(Christian Wolf)

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