Soziales Netzwerk

Gesichtserkennung: Facebook muss nach Klage 650 Mio. US-Dollar zahlen

Ein jahrelanges Gerichtsverfahren endet mit einer hohen Strafe für Facebook. Der Konzern hat gegen das Gesetz zur Gesichtserkennung verstoßen und ohne vorige Einwilligung Nutzern Freunde zum Markieren auf Fotos vorgeschlagen.

Christoph Liedtke, 01.03.2021, 10:31 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook Logo Wortmarke 2019© Facebook

Facebook zahlt nach einem jahrelangen Gerichtsverfahren 650 Millionen US-Dollar an amerikanische Kläger in einem Streit um den Einsatz von Gesichtserkennungs-Technologie. Ein Richter in Kalifornien billigte am Wochenende die bereits im vergangenen Jahr festgezurrte Einigung.

Verfahren lief knapp sechs Jahre

Pro Kläger gibt es mindestens 345 US-Dollar (rund 286 Euro). Die drei Facebook-Nutzer, die die Sammelklage angestoßen hatten, bekommen jeweils 5.000 US- Dollar.

In dem seit 2015 laufenden Verfahren geht es um die Funktion, bei der Facebook vorschlägt, in Fotos abgebildete Freunde mit Namen zu markieren. Die Kläger argumentierten, dass es gegen ein Gesetz zur Gesichtserkennung im US-Bundesstaat Illinois verstieß, dafür vorher nicht die Einwilligung der Betroffenen einzuholen. Inzwischen änderte Facebook das Verfahren weltweit und fragt erst nach einer Erlaubnis.

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