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Gerücht: Apple plant iTune-Abos für TV-Serien

Die Kalifornier sind stets für eine Überraschung gut. Offenbar steuert der IT-Tanker jetzt Fernseh-Gefilde an. Und weitere Abo-Trends schlummern für 2010 in der Apfel-Schublade.

22.12.2009, 19:57 Uhr
Apple© Apple

Stillstand ist im Hause Apple ein Fremdwort. Nach den Verkaufsschlagern iPod und iPhone will sich der Konzern offenbar ein saftiges Stück vom Fernsehkuchen abschneiden. Die Gerüchteküche brodelt: Apple plant, über das Multimedia-Programm iTunes neben Musik und Podcasts auch Fernsehserien im Abonnement über das Internet anzubieten.
Starttermin schon 2010
Wie das US-amerikanische Magazin "Wall Street Journal" berichtet, erwägen CBS und die Walt-Disney-Tochter ABC eine Zusammenarbeit mit Apple. Unterschrieben ist jedoch noch nichts, heißt es.
Das Abo-System sieht vor, TV-Serien von großen US-Sendern anzubieten. Die Sendungen sollen werbefrei, aber dafür zu einer Monatsgebühr verfügbar sein. Als Starttermin ist bereits das kommende Jahr im Gespräch.
Geplant sind sowohl Abos für einzelne Serien als auch für ganze Pakete mit mehreren Serien eines Senders. Auch senderübergreifende Serienpakete sind denkbar.
Nutzer zahlen 30 Euro
Damit dringt der IT-Konzern ins Revier der Kabel- und Satelliten-TV-Anbieter ein: Je nachdem, wen die umtriebigen Kalifornier an Land ziehen, kann es eng werden für die Konkurrenz. Zumal die Apfelzunft ihren potentiellen Partnern ein finanziell lukratives Angebot unterbreitet haben soll, mit dem mancher Kabel- und Satellitenanbieter schwer mithalten kann.
Die Nutzer sollen für das Fernsehen on Demand umgerechnet rund 30 Euro im Monat zahlen, heißt es. Macht üppige 360 Euro im Jahr – aber Geld kann den Apfel-Höhenflug nicht bremsen. Schließlich ist auch das iPhone nicht gerade zum Nulltarif zu haben – und verkauft sich offenbar dennoch wie warme Semmeln.
Auch Musik-Abos für iTunes im Gespräch
Abo-Dienste sind auch für die iTunes-Musikangebote ein heißes Stichwort. Die Übernahme des Musikanbieters Lala gilt als Indiz für diesen Trend. Auch das vielbeschworene Apple Tablet soll Surfen, Spielen, Lesen und Filmgenuss im Portfolio haben: Dienste, die durch Abos lukrativ mit Leben gefüllt werden könnten.

(Dorothee Monreal)

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