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Gerichtlicher Rundumschlag gegen Router-Hersteller

In den USA hat Wi-LAN Inc. ein Gerichtsverfahren gegen insgesamt 22 Hardware-Hersteller angestrengt, darunter namhafte Unternehmen, die angeblich Patente verletzt haben sollen.

06.11.2007, 08:21 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

In den USA bekommen die Rechtsabteilungen zahlreicher Hardware-Hersteller neue Arbeit auf den Tisch: Die Wi-LAN Inc. aus dem kanadischen Ottawa, die sich auf die Lizenzierung von Patenten für Telekommunikationsprodukte spezialisiert hat, hat in Texas einen gerichtlichen Rundumschlag gegen Chip-Lieferanten, Geräte-Anbieter und Elektronik-Händler gestartet. Dem Kläger zufolge verletzen die beklagten Unternehmen Wi-LAN Patente, die sich auf WLAN und den Stromverbrauch in DSL-Produkten betreffen.
Von Apple bis Toshiba
Zu den 22 Unternehmen, die von der Klage betroffen sind, zählen einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge unter anderem große Namen, wie Apple, Dell, Hewlett-Packard, Infineon, Sony und Toshiba. Sie alle sollen die Wi-LAN Patente verletzt haben, indem sie entsprechende Lösungen in kabellosen Routern, Modems und Notebooks herstellen oder vertreiben.
Großes Patent-Portfolio
Wi-LAN verfügt nach eigenen Angaben über ein Portfolio von mehr als 280 eingetragenen oder noch anstehenden Patenten. Mit Fujitsu hat das Unternehmen im Juli eine Vereinbarung zur Nutzung dieses Lizenz-Portfolios getroffen. Über die finanziellen Hintergründe bewahrten aber beide Seiten Stillschweigen. Bereits im Dezember 2006 zahlte Nokia umgerechnet knapp zehn Millionen Euro an Wi-LAN und übergab Patente für Highspeed-Internet und andere Technologien, um das Patentportfolio des Unternehmens aus Ottawa nutzen zu können.

(Aleksandra Leon)

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