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Gericht verurteilt Webcam-Spanner

Bespitzelungen über eingeschleusten Trojaner kommen Spanier teuer zu stehen.

05.03.2005, 11:01 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Webcamspionage lohnt sich nicht, das musste jetzt ein spanischer Student erfahren. Er wurde von einem lokalen Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er eine junge Frau mit ihrer Webcam bespitzelt hat. Das Gericht in Malaga hat in Erfahrung gebracht, wie der Täter mit Hilfe des Subseven-Trojaners die Frau, ohne dass sie davon wusste, überwacht und Online-Konversationen mit Freunden belauscht hat.
Aufnahmen ohne Erlaubnis
Der Student, der lediglich mit seinen Initialen "G.J.A.L" genannt wird, soll sein Opfer im Januar 2002 zufällig über das Internet ausgewählt und den Subseven-Trojaner auf dem Computer aktiviert haben. Sobald der Schädling aktiviert war, konnte der Trojaner unerkannt die E-Mail-Kommunikation und Online-Chats überwachen sowie Aufnahmen mittels der Webcam des Opfers anfertigen, berichten die Experten von Sophos.
Der Student wurde aufgefordert, dem Opfer 3.000 Euro Schadenersatz sowie 12 Monate lang einen Tagessatz von 3 Euro zu zahlen. Das Gericht beschuldigt den Studenten, in die Privatsphäre seines Opfers eingedrungen zu sein und unerlaubterweise Filmaufnahmen des Opfers gemacht zu haben, während sie sich zu Hause vor ihrem Computer befand.
Experten warnen
"Wie beobachten einen dramatischen Anstieg bei Trojanischen Pferden, mit denen Hacker auf diese Weise spionieren können. Alle Computeranwender sollten dafür sorgen, dass ihre Computer mit aktueller Antiviren-Software, einer Personal Firewall und den neuesten Sicherheits-Patches geschützt sind", warnt ein Sophos-Sprecher.

(Hayo Lücke)

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