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Gericht stoppt "Gewerbeauskunfts-Zentrale"

Tausende Gewerbetreibende in der Abo-Falle: Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat die Methoden der bundesweit operierenden "Gewerbeauskunfts-Zentrale" als irreführend verboten.

14.02.2012, 18:42 Uhr (Quelle: DPA)
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Tausende Gewerbetreibende in der Abo-Falle: Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat die Methoden der bundesweit operierenden "Gewerbeauskunfts-Zentrale" als irreführend verboten. Wer als Gewerbetreibender das amtliche wirkende Formular der Zentrale ausfüllte, unterschrieb und zurückschickte, hatte einen Vertrag mit zwei Jahren Laufzeit und Kosten von fast 600 Euro abgeschlossen.

"Das Geschäftsmodell operiert damit, Dinge dunkel zu halten", sagte der Vorsitzende Richter Prof. Wilhelm Berneke am Dienstag. Das Gericht ließ keine Revision zu (Az.: I-20 U 100/11). Auch wenn der aufmerksame Leser das Abonnement und seinen Preis im Kleingedruckten bemerken konnte, sei der Auftritt der Zentrale dennoch unlauter, weil auf Irreführung angelegt, befand das Gericht.

(Hayo Lücke)

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