Notebooks

Generalüberholt: HP Business-Notebooks im neuen Design

Kürzere Namen, dünnere Gehäuse, größere Touchpads und berührungsempfindliche Displays: Die neue ProBook-Familie von HP hat sich aufgehübscht. Die ersten Geräte gibt es ab Juni, das Subnotebook mit neuem Haswell-Chip ab August.

07.05.2013, 09:06 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Nicht nur Laptops für den Privatgebrauch sollen hübsch aussehen, auch im Joballtag kann ein stimmiges Hardware-Design nicht schaden. Seine Business-Notebooks umgemodelt hat nun HP: Das neue ProBook Line-Up, das HP in München vorstellte, führt nicht nur schlankere Gehäuse, sondern auch eine neue Namensgebung ein. Für die Kunden, in diesem Fall kleine und mittlere Unternehmen, wird es daher in doppelter Hinsicht leichter.

Vereinfachtes Namensschema

Statt vierstellige Zahlencodes mit Buchstabenanhängseln kennzeichnen jetzt nur noch drei Ziffern die einzelnen Serienmodelle - je eine für die Familie, die Bildschirmgröße und den CPU-Hersteller. Ein ProBook 470 stammt demnach aus der 4er-Reihe, verfügt über ein 17-Zoll-Display und rechnet mit einem Intel-Prozessor. Eine 5 am Ende steht für AMD. Die neuen ProBooks stehen in den Größen 13,3 Zoll, 15,6 Zoll und 17,3 Zoll bereit und integrieren allesamt entspiegelte Bildschirme. Obwohl HP die Gehäuse kräftig abgespeckt hat - an der Rückseite sind die neuen Rechner teils bis zu 36 Prozent dünner als die Vorgänger-Generation - erfüllt keines der Intel-Modelle das Ultrabook-Kriterium für die maximale Höhe, sodass sie sich nicht mit dem Markenlogo schmücken können.

Auch abgesehen von den schlankeren Maßen finden sich Design-Änderungen, besonders auffällig sind die größeren Touchpads. Zudem nutzen alle einen einheitlich gestalteten Einschaltknopf und die Funktionstastentasten zum Ein-/Ausschalten des WLAN-Moduls und der Lautsprecher sind deutlich angewachsen sowie beleuchtet. Die Tastatur an sich ist aber nicht beleuchtbar. Neuerungen sind darüber hinaus eine metallische und aus einem Stück gefertigte Handballenauflage und eine flachere Display-Einfassung, die nun nicht mehr aus mehreren Teilen zusammengeklebt ist.

ProBook 430 startet mit Haswell-CPU

Kleinstes und leichtestes Gerät ist das 21 Millimeter (mm) hohe und bei 1,5 Kilogramm (kg) startende ProBook 430, das sich von den größeren, silberfarbenen Kollegen durch seinen schwarzen Deckel abhebt. HP verwendet ein Glasfasermaterial mit einer speziellen Beschichtung, um Stabilität und Leichtigkeit zu kombinieren. Damit es in der Notebook-Tasche nicht zu viel Platz einnimmt, wurde auch am Netzteil gefeilt, das jetzt ebenfalls kleiner und leichter daherkommt. Der Zusatz "Generation 1" kennzeichnet die nächste Intel Prozessorgeneration Haswell, verbaut ist ein i3- oder i5-Ultrabook-Prozessor mit einer Thermal Design Power von lediglich 15 Watt.

Über die maximale Größe des Arbeitsspeichers machte HP zur Ankündigung in München noch keine Angaben, erwähnte aber, dass sich das 430 mit HDD mit bis zu 500 Gigabyte (GB) oder einer 120-GB-SSD ordern lässt. Auch ein 3G- oder 4G-Mobilfunkmodul für mobiles Internet über UMTS beziehungsweise LTE ist gegen einen Aufpreis verfügbar. Für ein Subnotebook sind reichlich Schnittstellen vorhanden: HDMI, VGA für einen Monitor mit analogem Eingang oder Beamer, zwei USB-3.0-Ports, USB 2.0 und ein LAN-Anschluss. Der Kartenleser befindet sich - wie auch bei allen anderen ProBooks - an der Vorderseite, die Rückseite bleibt unberührt. Als Richtwert für die Akkulaufzeit gibt HP bis zu 8,5 Stunden an.

15-Zöller mit Intel-Prozessor auch als Touch-Version verfügbar

Die an der dicksten Stelle 29 mm hohe und rund 2,3 kg leichte Mittelklasse verkauft der PC- und Drucker-Hersteller wahlweise mit einem Intel- (ProBook 450) oder AMD-Prozessor (ProBook 455), wobei die Intel-Ausgaben mit der dritten Core-i-Generation alias Ivy Bridge bestückt sind, was HP mit "Generation 0" ausdrückt. Abhängig von der Preisklasse übernimmt dann ein Core i3, i5, i7 oder ein Pentium- oder Celeron-Prozessor den Antrieb. AMD steuert die Bandbreite von der A4- bis zur A8-APU mit Radeon HD 7650M Grafik bei. Anders als beim 13-Zoll-Modell gibt es ab 15 Zoll ein optisches Laufwerk und in den teureren Varianten eine AMD Radeon HD 8750M Grafikkarte mit bis zu 2 GB dediziertem Speicher. Dazu gesellen sich maximal 16 GB RAM und eine Festplatte mit 320 GB bis 1 Terabyte. Den Intel-Versionen vorbehalten sind ein Blu-ray-Spieler, mobiler Datenfunk, SSD-Speicher und ein Touchscreen als Option.

Das größte ProBook, das 25 bis 32 mm hohe und 2,9 kg schwere Modell 470, stattet HP zunächst nur mit Ivy Bridge-Chips und nicht mit AMD-APUs aus. Sowohl die 15-Zoll-Geräte als auch die 17-Zoll-Laptops bringen einen zusätzlichen USB-2.0-Port mit, kommen also insgesamt auf vier USB-Schnittstellen.

Marktstart zwischen Juni und August ab rund 540 Euro

Die neue ProBook-Familie erscheint im Sommer ab 450 Euro netto (535,50 Euro brutto). Als erstes starten die Intel-Rechner mit der dritten Core-i-Generation, die ab Juni zu haben sind. Im Juli folgen die AMD-Modelle und im August das Subnotebook ProBook 430 mit den neuen Stromsparchips. Je nach Bestückung kann der Preis dann auf rund 800 Euro netto steigen. Als Betriebssystem ist neben Windows 8 / Pro auch Windows 7 oder Linux verfügbar.

(Saskia Brintrup)

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