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Gemeinsam gegen Kinderpornographie

Unter dem Motto "make-IT-safe" startet in 67 Ländern eine Internet-Kampagne von verschiedenen Kinderhilfsorganisationen.

18.04.2005, 15:22 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Kinderhilfsorganisationen aus 67 Ländern haben eine gemeinsame Kampagne gegen Internet-Kinderpornographie gestartet. Die Aktion "make-IT-safe" und ihre Internetseite wurden heute in Bangkok und London vorgestellt.
Wenn Regierungen und Unternehmen nicht umgehend Maßnahmen ergreifen würden, würden bald Millionen von Kindern sexuellem Missbrauch ausgesetzt sein, warnten die Organisatoren. Viele Staaten, vor allem die Entwicklungsländer, hätten nur unzureichende Gesetze gegen Kinderpornographie, sagte die Leiterin der Kinderschutzorganisation ECPAT, Carmen Madrinan. Aus Geldmangel sei die Polizei teilweise gar nicht in der Lage, gegen Internet-Straftaten vorzugehen.
Maßnahmen bisher unzureichend
Die Organisatoren der Kampagne forderten die Unternehmen auf, gegen Kinderpornographie im Internet vorzugehen. Wenn es um Spam oder Internet-Viren gehe, habe die Industrie ihre Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln bewiesen, sagte ein Sprecher der Organisation Kinderhilfe für Internet-Sicherheit (CHIS). Das gelte aber nicht für den Kinderschutz. Neue Digitalkameras, Webcams und die Kameras in Mobilfunkgeräten machten es leicht, Kindesmissbrauch zu fotografieren und zu versenden. Besonders verbreitet sei diese Praxis in Weißrussland, Russland, den USA und Asien.

(Hayo Lücke)

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