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Geldsegen durch alten Papst-Golf

21-Jähriger Deutscher kassiert 190.000 Euro für alten Golf des neuen Papstes. Ein US-Internet-Casino zahlt die stolze Summe - und ist kein Unbekannter.

06.05.2005, 06:54 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Die Wahl des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger zu Papst Benedikt XVI. hat dem 21-jährigen Deutschen Benjamin Halbe einen unerwarteten Geldsegen beschert.
Für das Höchstgebot von 188.938,88 Euro versteigerte Halbe beim Internet-Auktionshaus eBay seinen sechs Jahre alten VW-Golf, der früher einmal dem deutschen Kardinal gehört hatte. Im Januar hatte Halbe das Auto für ganze 9.500 Euro erworben.
GoldePalace.com macht's
Den Zuschlag bekam am Donnerstagabend ein US-Internet-Casino, wie eBay mitteilte. Zur Erinnerung: GoldenPalace.com war vor knapp einem Jahr schon einmal bei einer Auktion erfolgreich, die großes Interesse auf sich zog. Seinerzeit ersteigerte das Casino den Fußball, den David Beckham beim Halbfinale der Fußball Europameisterschaft in Portugal vom Elfmeterpunkt in die Zuschauerreihen donnerte.
Preis stieg mit den letzten Stunden
Halbe hatte den Kultwagen in grau-metallic seit 25. April bei eBay zum Verkauf angeboten. Nach Firmenangaben wurde die Seite 7,4 Millionen Mal angeklickt. Noch am Donnerstagmittag hatte das Höchstgebot bei 100.000 Euro gelegen; innerhalb weniger Stunden kamen dann noch einmal fast 90.000 Euro hinzu.
Update: Gibt's ein Nachspiel?
Allerdings sorgt nun ein angeblicher Zusammenbruch der Internet-Seite für Ärger. Möglicherweise will Halbe deshalb die Auktion nicht akzeptieren. eBay wertete die Versteigerung als gültig und wies den Vorwurf eines Zusammenbruchs der Seite zurück. "Es ist alles korrekt verlaufen", sagte eine Sprecherin in Berlin. Sie schloss aber nicht aus, dass in den letzten Stunden der Auktion nicht jeder Käufer sein Angebot habe abgeben können.
Ein Freund Halbes sagte am Freitag im ARD-Morgenmagazin, die deutschen Bieter seien "maßlos enttäuscht" und erwarteten im Prinzip, dass die Auktion für eine bestimmte Zeit wieder aufgelegt werde. Es stehe aber noch nicht fest, wie jetzt weiter verfahren werden solle, sagte Wolfgang Menne.

(Hayo Lücke)

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