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Geheimtreffen: Obama trifft Jobs und Zuckerberg

Der US-Präsident sucht den Rat der IT-Branche: Bei einem Treffen im Silicon Valley war Apple-Chef Steve Jobs allen Gerüchten um seinen Gesundheitszustand mit dabei. Microsoft-Chef Steve Ballmer war nicht geladen.

18.02.2011, 10:33 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Innovationen für die digitale Gesellschaft und neue Arbeitsplätze standen im Zentrum eines Treffens von US-Präsident Barack Obama mit führenden Managern der IT-Branche in Kalifornien. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde seien Experten bei der Schaffung von Stellen in der privaten Wirtschaft, sagte Regierungssprecher Jay Carney. In seiner Rede zur Lage der Nation hatte Obama im Januar innovative Unternehmen wie Facebook und Google als Vorbild für die Zukunft der amerikanischen Wirtschaft angeführt.

Auch Steve Jobs nimmt an Treffen teil

Die Vorstandschef dieser beiden Unternehmen, Mark Zuckerberg und Eric Schmidt, waren bei dem Treffen am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Medienberichten mit dabei. Das besondere Augenmerk richtete sich aber auf Apple-Chef Steve Jobs, im Januar aus gesundheitlichen Gründen für eine unbestimmte Dauer aus dem Tagesgeschäft und damit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. In der US-Boulevardpresse tauchten Spekulationen über eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands auf. Jobs hat sowohl eine Krebsbehandlung als auch eine Lebertransplantation hinter sich.

Die Namen der Teilnehmer nannte Regierungssprecher Carney nicht. Nach Berichten von US-Medien war Jobs bei dem Treffen mit dabei. Auf der Gästeliste standen auch Yahoo-Chefin Carol Bartz, Cisco-Chef John Chambers, Dick Costolo von Twitter und Oracle-Mitbegründer Larry Ellison. Alle Teilnehmer vertraten kalifornische Unternehmen.

Ballmer und Apotheker nicht dabei

Dennoch wurde in Blogs aufmerksam registriert, dass nicht auch Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer eingeladen war; Microsoft hat seinen Sitz in Redmond bei Seattle im US-Staat Washington - unterhält aber auch in Kalifornien umfangreiche Forschungseinrichtungen. Eine Erklärung für die Nicht-Teilnahme könnte sein, dass Ballmer derzeit auf einer Art Europa-Tour ist. Er sprach sowohl auf dem Mobile World Congress in Barcelona und war am Mittwoch in der Schweiz zu Gast. Auffällig war auch, dass HP-Chef Léo Apotheker nicht zu den Gästen gehörte, obwohl Hewlett-Packard die Erfolgsgeschichte des Silicon Valley begründet hat.

Obama habe mit zwölf Unternehmensführern von Technologiekonzernen über Innovation und Arbeitsplatzschaffung gesprochen, teilte Carney am Abend mit. Der Präsident habe Vorschläge für Investitionen in den Bereichen Forschung und Ausbildung diskutiert und seinen Plan zur Verdopplung von Exporten in den nächsten fünf Jahren erläutert. Weitere Gesprächsrunden in dieser Zusammensetzung seien geplant.

Das streng abgeschirmten Treffen nahe San Francisco fand im Haus des Venture-Capital-Unternehmers John Doerr, Partner der Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers, statt. Am Freitagmorgen (Ortszeit) wollte Obama im Nachbarstaat Oregon eine Chip-Fabrik des weltgrößten Halbleiter-Konzerns Intel besuchen.

(Hayo Lücke)

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