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Gegen "gläsernen" Autofahrer: Maas mahnt Datenschutz bei vernetzten Autos an

Bundesjustizminister Heiko Maas hat die Hersteller von vernetzten Autos dazu aufgefordert, möglichst wenige Daten zu erheben. Es dürfe keinen "gläsernen" Autofahrer geben, für den Bewegungsprofile erstellt werden.

10.02.2015, 07:47 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Bundesjustizminister Heiko Maas hat den Schutz persönlicher Daten bei digital vernetzten Autos angemahnt. "Autofahrer müssen selbst entscheiden können, welche Daten erhoben und an wen diese übermittelt werden", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des "Safer Internet Days" am Dienstag.

Maas fordert Hersteller zur Datensparsamkeit auf

Multimediasysteme, Sensoren oder Positionsempfänger erzeugten immer mehr Daten. Dies bringe Vorteile, etwa wenn Opfer bei Unfällen schneller zu erreichen seien. "Was wir nicht wollen, ist aber der "gläserne" Autofahrer, für den Bewegungsprofile erstellt und Daten über den Fahrstil gesammelt werden", sagte Maas.

Der Minister forderte die Hersteller zur Datensparsamkeit auf. "Systeme müssen so konzipiert werden, dass möglichst wenige Daten erhoben werden und die Datenverarbeitung auf ein Minimum beschränkt wird." Für ein automatisches Notrufsystem sei es zum Beispiel nicht erforderlich, dass permanent die Geschwindigkeit gespeichert werde.

(Jörg Schamberg)

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